In kürzerer Zeit zur Hochschulreife – was verlockend klingt, hat für die Gymnasiasten allerdings einen großen Haken. Die Schultage sind deutlich länger geworden, nach dem Nachmittagsunterricht müssen Schüler häufig noch Hausaufgaben machen, für Sport und Musik, Freunde und Jugendarbeit bleibt immer weniger Zeit. Zudem sind viele Gymnasien gar nicht auf den Ganztagsbetrieb eingestellt. Eltern sorgen sich um ihre Kinder, auch Ärzte schlagen Alarm. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was halten Sie von den Plänen von Ministerpräsident Oettinger?
StN
06.02.2008 - aktualisiert: 14.02.2008 19:20 Uhr
Lesermeinungen
04.03.2009 17:32
Autor: Olier
Was ich hier lese ist nicht zu fassen. Hier schreiben nur Erwachsene ihre Meinung, ich bin Schüler des G8-Zuges und bin froh dass ich das mache.
15.02.2008 09:19
Autor: Helga u. Rolf Bässler
Rau und Oettinger zum Nachsitzen bitte...
Wir können nur sagen " Ein neuer Beitrag ideologischer Verbohrtheit….". Unseres Wissens nach haben sich sehr viele Schulen im Land vehement gegen die Einführung von G8 gewehrt weil es die Kinder schlicht und einfach überfordert.
Wir haben auch (leider) den direkten Vergleich - unsere beiden Söhne sind jeweils im G9 bzw. im G8 Zug - welch ein Unterschied!!!!!
G8 wurde mit der Ankündigung die Lehrpläne auch entsprechend anzupassen eingeführt – leider ein leeres Versprechen.
Die Lehrer geben selbst zu, dass man im G8-Zug in der 9.Klasse bereits den Stand der mittleren Reife hat – im Prinzp wir der Sto
Unsere Kinder haben teilweise Unterrichts- und Lernzeiten von über 35h – wer soll denn hier noch vernünftig Lernstoff aufnehmen?
G8-ler haben mindestens 3x Woche nachmittags Unterricht und wer glaubt dass dann keine Hausaufgaben mehr zu machen sind und/oder sich nicht mehr auf Klassenarbeiten vorbereitet werden muß – der kann nicht im wirklichen Leben stehen sondern wohnt in einem Elfenbeinturm im Kultusministerium.
Warum haben Nachilfe-Organisationen seit G8 einen solch dramatischen Ansturm erlebt?
Warum schlagen Kinder- und Jugendärtze Alarm dass seit der Einführung von G8 psychosomatische Erkrankungen bei Schülern sprunghaft angestiegen sind?
Seit Einführung von G8 klagen Vereine und andere soziale Einrichtungen über einen dramatischen Rückgang Ihrer „Jugend-Mitglieder“ – Zufall??
Aus diesem Grund geben schon viele Schüler in den unteren Klassen auf und wechslen in Realschulen die teilweise überlastet sind und Schüler auch nicht immer aufnehmen (können).
Damit bleibt den ehemaligen Gymnasiasten nur noch der Weg in die Hauptschule denn die muß, im Gegensatz zur Realschule, Schüler immer aufnehmen.
Wo bleibt dann der für unsere Wirtschaft so wichtige Nachwuchs von sehr gut ausgebildeten Kräften? Eigentlich müsste man doch das Gymnasium nicht verkürzen sonder verlängern um so mehr Zeit für die Bildung unserer Kinder – unser Zukunftskapital - investieren zu können!
Bestürzend ist nur dass es erst einem Wahldebakel der CDU in Hessen bedarf dass die hiesige Landesregierung „aufwacht“.
Anstatt Fehler zu erkennen und die G8-Enstcheidung zurückzunehmen und ein vernünftiges Konzept auszuarbeiten in der es auch eine Qualitätskontrolle gibt.
Jeder (Bildungs-) Prozess und dessen Qualität steht und fällt mit einer vernünftigen Qualitätskontrolle – wir schlagen vor, daß Herr Rau und Herr Oettinger halt noch ein bisschen zu diesem Thema nachsitzen….?
15.02.2008 07:48
Autor: paul
Hier mal einen ganz anderen Ansatz. 8 oder 9 Jahre finde ich gar nicht so wichtig.
Meiner Meinung nach sollten alle Kinder bis zur 8. Klasse die gleiche Ausbildung und BILDUNG erfahren. Damit ist ein Grundstein gelegt. danach soll sich jeder entscheiden was er machen würde. Berufsschule, So genannte Realschule( bis zur 10. oder 11. ( Fachhochschulreife) oder aber Gymnasium. Der Wechsel untereinander soll mit einer Prüfung möglich sein.
Zum jetzigen System: Schaut doch entlich mal auf " IN DEN SCHULEN". Die Lehrer haben doch Narrenfreiheit. Und jetzt auch noch die Schulen durch ihre "Bewehrungsmöglichkeit". Gerade bis zum 16. (18.)Lebensjahr sollten unser Kinder eine Allgemeinbildung erfahren welche Sie anschließend befähigt ins Leben zu starten. Das jetzige Schulsystem schein auf die Produktion von wenigen vorgeprägten Eliten zu sein und der Rest sind Vokswirtschaftlich zu gebrachende ( Qualifizierte) Handlanger. Oder scheuen wir Deutsche mal wieder den Vergleich mit anderen. ?Wir könnten ja an Identität verlieren.?