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Nicht-Nominierung von Turnerin

Protest zurückgezogen

Foto: AP

Stuttgart/Berlin - Der Schwäbische Turnerbund (STB) hat seinen Einspruch gegen Nicht-Nominierung der Tübinger Turnerin Kim Bui für die Olympischen Spiele in Peking zurückgezogen. Wolfgang Willam, der Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes (DTB), hatte nach dem Protest vom vergangenen Montag eine Stellungnahme abgegeben und in einem Gespräch mit der STB-Führung den Standpunkt des Verbandes dargelegt. Danach verzichtet der STB auf weitere rechtliche Schritte, teilte der schwäbische Verband am Dienstag mit.

In seinem Schreiben verwies Willam darauf darauf, dass die Gewichtung der beiden Nominierungs-Wettkämpfe von Berlin und Chemnitz in 20 und 80 Prozent nur zur Auswahl der besten acht Turnerinnen gedient habe und letztendlich die sechs Besten nach dem sogenannten Rotationsprinzip zur Bildung des stärksten Teams allein mit den Ergebnissen der deutschen Meisterschaften bewertet worden seien. Gleichzeitig räumte der DTB ein, dass bei Überarbeitung der Ausschreibung "unter Umständen interpretierbare Formulierungen" entstanden seien.

STB-Geschäftsführer Robert Baur konstatierte, dass es den Verantwortlichen des DTB offensichtlich nicht gelungen sei, den Betroffenen diese Praxis zu vermitteln. Ansonsten hätte Kim Bui die Chance gehabt, an ihren besten Geräten den Schwierigkeitsgrad ihrer Übungen aufzustocken und die schwächeren Geräte gegebenenfalls zu vernachlässigen. "Für mich ist es verwunderlich, dass professionelle Trainer und Athleten den vom DOSB veröffentlichten, nachvollziehbaren Kriterien so wenig Priorität gewidmet haben", konterte Willam. Künftig werden die Nominierungs-Kriterien daher Aufnahme in die Athleten-Vereinbarungen finden, kündigte er an.
 


dpa/lsw

17.06.2008 - aktualisiert: 17.06.2008 15:46 Uhr

 



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