Frankfurt/Main - Viele Fluglinien verstecken nach der Erfahrung von Verbraucherschützern Preiserhöhungen. "Der Flug wird für einen Euro angeboten und am Ende kostet er 120 Euro", berichtet Petra von Rhein, Expertin der Verbraucherzentrale Bayern. Im Folgenden eine Liste mit möglichen Zusatzkosten.
Gepäck
Mehrere Billigflieger verlangen inzwischen Gepäckgebühren, für die teilweise auch noch Mehrwertsteuer fällig wird, wie die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Untersuchung schreibt. Unter Umständen könnten die Gepäckkosten inzwischen höher sein als der eigentliche Ticketpreis.
Versicherungen
"Manchmal zahlt man auch eine Versicherung mit, die man eigentlich gar nicht haben wollte", berichtet Falk Murko, Experte der Stiftung. Daher sollten Kunden im Internet darauf achten, dass keine Kästchen schon automatisch angekreuzt sind.
Kerosinzuschläge
Ein weiterer Kostenpunkt sind die Kerosinzuschläge. Die Lufthansa erhöhte diese Mitte Juni für Flüge in Europa um 3 Euro auf 24 Euro pro Strecke, für Langstreckenflüge um 10 Euro auf 92 Euro.
Zahlverfahren
Käufer von Flugtickets sollten außerdem prüfen, ob beispielsweise für die Zahlung per Kreditkarte Gebühren zu zahlen sind.
Steuern und Flughafengebühren
Dazu sollte man auch an die Steuern denken, wenn man die Preise vergleicht. Zusammen mit den Flughafengebühren machen sie oft einen Hauptteil des Gesamtpreises aus, wie Verbraucherschützerin von Rhein sagt.
Sitzplätze
Als weitere Einnahmequelle haben Fluglinien der Stiftung Warentest zufolge die Sitze entdeckt. Beispielsweise dürfe, wer zusätzlich zahle, teilweise vor den anderen Passagieren an Bord.
Zusätzliche Fahrtkosten
Die Stiftung rät zudem, bei Billigfliegern zu bedenken, dass diese oft auf abgelegenen Flughäfen landen. Das koste Zeit und Geld.