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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 10.07.2008

Balls of Fury

Ping-Pong-Posse

In "Voll auf die Nüsse" kam Völkerball zu überraschenden Kinoehren, die Ping-Pong-Posse "Balls of Fury" nimmt nun das nächste Pausenhofspiel aufs Korn. Das Timing ist denkbar günstig, immerhin stehen Olympische Spiele vor der Tür, und in China ist Tischtennis Sportart Nummer eins. Trotzdem kann die Mischung aus Sport-Slapstick und Mafia-Komödie kaum überzeugen.

Vor 20 Jahren galt Randy (Dan Fogler) als größtes Tischtennistalent der Welt. Allerdings verlor er das olympische Finale und hat seither kein Turnier mehr bestritten. Nun soll sich der korpulente Kellenschwinger als Undercover-Agent in ein Geheimturnier der Mafia einschleusen. Da geht es vor allem um Klamauk und flache Zoten, das zeigt schon die Vorstellung der Ballartisten: Wie professionelle Wrestler marschieren sie an die Platten. Zudem haben ihre Duelle mehr mit asiatischer Kampfkunst gemein als mit ernsthaftem Ballsport. Der reichlich übergewichtige Randy heuert bei einem chinesischen Zenmeister an, um sich in Form zu bringen.

Außer ein paar schmissigen Sportszenen, dem süßen Co-Star Maggie Q und Christopher Walken im obligatorischen Part des obersten Bösewichts hat die Komödie wenig zu bieten. Zumal Newcomer Dan Fogler als leidliche Jack-Black-Kopie mit der Hauptrolle hoffnungslos überfordert ist, ein olympisches Feuer kann er zu keiner Zeit entfachen. "Balls of Fury"? Ein furioser Schmetterball ins Aus!
 

Oliver Zimmermann

10.07.2008 - aktualisiert: 10.07.2008 11:22 Uhr

 


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