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Südwesten

Landeselternbeirat fordert besser Ausbildung der Lehrer

STN ExklusivStuttgart – Der Erfolg der Schüler im Südwesten ist nach Ansicht des Landeselternbeirats vor allem dem Engagement der Eltern zu verdanken.

„Ich rege mich auf, wenn es heißt, Baden-Württemberg ist so toll. Die Eltern in Baden-Württemberg sind so toll, aber nicht das Schulsystem“, sagte die Vorsitzende des Landeselternbeirats, Christiane Staab, unserer Zeitung. Das Schulsystem im Südwesten sei im Bundesvergleich besser, weil viele Eltern finanzkräftiger und besser ausgebildet seien und ihre Kinder unterstützen könnten. „Dort, wo sie es nicht tun können, versagt jedoch auch unser Schulsystem.“ Die Lehrer dürften Hausaufgaben, Erziehungsprobleme und andere unbequemen Angelegenheiten nicht länger auf die Eltern abwälzen, forderte Staab. Von der CDU-FDP-Landesregierung erwartet sie, dass die Lehrer besser auf ihre Aufgaben vorbereitet werden: „Es darf nicht vom Zufall abhängen, ob ein Kind in eine gute oder eine schlechte Klasse kommt.“

Mehr Qualität in der Schule kann aus Sicht von Staab nur erreicht werden, wenn „selbstverordnete Denkverbote aufgegeben werden und sich die Politik nicht länger hinter dem Dienstrecht verschanzt“, sagte die Juristin. Ungeeignete Lehrkräfte müssten entlassen oder versetzt werden können. Kritik übte sie auch an den Vergleichsarbeiten. Diese erhöhten den Druck auf Kinder und Lehrer, würden aber ihrer eigentlichen Aufgabe nicht gerecht. „Am liebsten würde ich sie abschaffen“, sagte Staab.
 


StN

22.07.2008 - aktualisiert: 22.07.2008 17:38 Uhr

 



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