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Afghanistan-Einsatz

Sicherheitsrat verlängert Isaf-Mandat

Die Bundeswehr stellt mit 3500 Mann ein großes Kontingent in Afghanistan.
Foto: AP

New York/Paris - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Einsatz der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) um ein Jahr verlängert. Das höchste UN-Gremium gab am Montag in New York einstimmig grünes Licht für eine weitere Stationierung bis Mitte Oktober 2009. Zugleich sprachen sich die 15 Ratsmitglieder dafür aus, die Truppe zu stärken, damit sie ihre Aufgaben umfassend erfüllen könne. Auch die Professionalität und Verlässlichkeit der afghanischen Sicherheitskräfte müsse weiter ausgebaut werden. Der Sicherheitsrat sei sehr besorgt über die zunehmende Gewalt im Land.

Das Mandat für die Nato-geführte internationale Truppe läuft am 13. Oktober aus. Der Bundestag will am 7. Oktober in einer Sondersitzung über die weitere Stationierung der deutschen Soldaten beraten. Auf Wunsch der Regierung soll die Truppe um 1000 auf 4500 Soldaten aufgestockt werden. Die zeitliche Überziehung des Mandats ist rechtlich zulässig.

Die Mitglieder des Sicherheitsrats äußerten sich zufrieden über die einstimmige Entscheidung, nachdem sich im vergangenen Jahr Russland der Stimme enthalten hatte. Dieses Mal sei die Sprache der Resolution "vorsichtig genug", sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin. Sein italienischer Kollege, der das Papier federführend ausgearbeitet hatte, forderte eine bessere Koordination aller Sichereitskräfte in Afghanistan. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es bei Terrorattacken immer wieder auch Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben.

In Paris billigte am Montag die Nationalversammlung das französische Engagement in Afghanistan. Frankreich hat etwa 3300 Mann im Afghanistaneinsatz. Für die Fortsetzung stimmten 343 Abgeordnete aus dem bürgerlichen Regierungslager. Dagegen votierten 210 Abgeordnete der Sozialisten, Kommunisten und Grünen. Premierminister François Fillon kündigte eine bessere militärische Ausrüstung und die zusätzliche Entsendung von Hubschraubern, Drohnen, Granatwerfern und 100 Mann an. Die Debatte stand unter dem Eindruck der Verschärfung der Kämpfe, bei denen am 18. August zehn französische Soldaten getötet und 21 verwundet worden waren.
 

dpa

22.09.2008 - aktualisiert: 06.10.2008 12:58 Uhr

 



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