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Stichwort

Rezession

Über die Definition von Rezession sind sich Wirtschaftswissenschaftler nicht ganz einig.
Foto: dpa

Frankfurt/Main - Die Wirtschaft entwickelt sich in einem ständigen Auf und Ab. In einem solchen Zyklus wird der konjunkturelle Abschwung oder die Krise Rezession genannt.

In einer engen, angelsächsischen Definition spricht man bereits dann von Rezession, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander nicht wächst. Zurückhaltendere Volkswirte benutzen den Begriff aber erst dann, wenn die Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres hinter das Vorjahr zurückfällt. Neben Rezession und Depression besteht ein Konjunkturzyklus aus Expansion (Aufschwungphase) und Boom (Hochkonjunktur).

Die Folgen der Finanzmarktkrise werden nach Ansicht von Ökonomen in den USA, aber auch in Europa zu einer Rezession führen. Für 2009 rechnen die fünf Wirtschaftsweisen mit einer Stagnation der deutschen Wirtschaft nach 1,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Der Rückgang des Wachstums gegenüber 2008 sei aber so groß, dass man von einer Rezession sprechen müsse.

In einer Rezession gehen private Investitionen und Gewinne der Unternehmen zurück. Die Löhne der Arbeitnehmer kommen unter Druck, was die Einkommen und den privaten Verbrauch sinken lässt. Eine Rezession hat in der Regel auch Kursverluste an der Börse zur Folge.

Eine ausgeprägte Form der Konjunkturabkühlung ist die Depression. Sie ist gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit, geringe Kapazitätsauslastung der Betriebe und geringe Investitionen. Die bislang heftigste Form einer Depression war die Weltwirtschaftskrise 1929.
 

dpa

13.11.2008 - aktualisiert: 13.11.2008 10:23 Uhr

 



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