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Zahlen zu Kindstötungen

Kriminologe Pfeiffer hält BDK falsche Darstellung vor

STN ExklusivStuttgart/Hannover - Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Christian Pfeiffer, wirft dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vor, Zahlen über Kindstötungen zu frisieren. "Da wollte sich wohl einer als Anwalt der Kinder profilieren", sagte Pfeiffer unserer Zeitung und übte damit scharfe Kritik am stellvertretenden BDK-Bundesvorsitzenden Bernd Carstensen. Dieser hatte mitgeteilt, im Jahr 2007 seien 173 Mädchen und Jungen unter sechs Jahren gewaltsam ums Leben gekommen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Pfeiffer dagegen sagte, im Jahr 2007 seien 69 Kinder in Deutschland vorsätzlich getötet worden; 2000 seien es noch 106 gewesen. Pfeiffers Befund: Der BDK habe auch die fahrlässigen Tötungen – wenn zum Beispiel ein unbeaufsichtigtes Kind vom Balkon stürzt – und die versuchten Tötungen einbezogen. "Die Zahlen für 2007 wurden zweifach nach oben frisiert", sagt Pfeiffer. "Nach dieser Zählweise hätte es vor zehn Jahren 239 Kindstötungen gegeben. Wie man es nimmt – der Trend ist eindeutig rückläufig."
 


StN

29.12.2008 - aktualisiert: 29.12.2008 19:14 Uhr

 



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