Stuttgart - Kultusminister Helmut Rau (CDU) will in Baden-Württemberg verstärkt Lehrer türkischer Herkunft einstellen. "Sie sind nötig, weil sie die Geschichte der Kinder besser verstehen", sagte der Minister im Interview mit unserer Zeitung.
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Der Kultusminister räumte ein, dass die Integration ausländischer Schüler noch nicht hinreichend gelungen ist. "Wir haben bei der Förderung von Migranten eindeutig Nachholbedarf", sagte er. Die Intelligenz bei Schülern mit Migrationshintergrund sei nicht anders verteilt als bei deutschen. Sie erzielten aber schlechtere Schulergebnisse.
"Das heißt, es gibt eine Bildungsreserve, die wir noch nicht ausschöpfen", folgerte Rau. Er kündigte an, dieses Thema in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen. Er wolle sich aus verschiedenen Quellen Rat holen, "wie wir am besten unsere Bildungskonzepte weiterentwickeln, dass Migrantenkinder ihre Begabungen noch besser entfalten können".
Geplant seien gemeinsame Veranstaltungen mit dem türkischen Generalkonsulat. Dieses werde gezielt dafür werben, "dass sich mehr junge Menschen türkischer Herkunft für den Lehrerberuf interessieren". Bisher gebe es viel zu wenige. Solche Vorbilder seien aber wichtig, denn dadurch könnten auch die Familien von Migrantenkindern besser erreicht werden. Rau kündigte an, türkische Organisationen zu unterstützen, die sich in diesem Bereich einsetzen. "Dieses Potenzial nützt nicht nur den Migranten, sondern der ganzen Gesellschaft", sagte der Kultusminister.
Zum Thema Sanierung von Schulgebäuden stellte Rau fest, der Bedarf sei in Baden-Württemberg sehr unterschiedlich: "Manchen Kommunen waren Prestigeprojekte bisher wichtiger als Schulen." Deshalb gebe es heute auch viele Betonsanierungsfälle aus den 60er und 70er Jahren. Der Kultusminister betonte, er "überhaupt kein Verständnis" dafür, wenn sich Schulträger beispielsweise nicht um sanitäre Einrichtungen kümmerten: "Aber ich nehme wahr, dass bei vielen Kommunen jetzt der große Wunsch besteht, die Gebäude zu sanieren."
Für den Bau und Unterhalt von Schulen sind die Kommunen zuständig. Aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung sollen ihnen jetzt Finanzmittel für die Schulinfrastruktur zufließen.
Das vollständige Interview mit Helmut Rau lesen Sie in den Stuttgarter Nachrichten vom 23. Januar. Jan Sellner, Maria Wetzel
23.01.2009 - aktualisiert: 23.01.2009 19:29 Uhr
Lesermeinungen
23.01.2009 19:09
Autor: Ferah
Guten Tag!
Eine tolle Nachricht, die mir den Tag und meine Zukunft versüßt hat!
Ich suche eine Stelle! Bin momentam im Ref. und mache mein 2. Staatsexamen.
Ich habe einen türk. Migrationshintergrund und spreche fließend türkisch!
An wen kann ich mich direkt wenden?
Viele Grüße
23.01.2009 16:09
Autor: Luigi P
Lieber Daniel,
ich verstehe was Du dagst, auch wenn ich Deine Meinung nicht teile. Aber erklär mir bitte was "Deutsch Denkenden" bedeutet? Was gehört zum deutschen Denken?
23.01.2009 15:43
Autor: Ralf
Es ist unglaublich, was in diesem unserem Deutschland vor sich geht! Noch sind wir Deutschland und nicht Germanistan: Islamunterricht an Schulen, Lehrer türkischer Herkunft, Umnutzung christlicher Kirchen zu Moscheen und zunehmender Moscheeneubau, Schächterlaubnis entgegen dem Tierschutzgesetz, anbiedernde vorauseilende Unterwerfung unserer dhimmihaften Personen des öffentlichen Lebens aus Politik, Gesellschaft und Kultur an den Islam.... Wo soll das enden? Bald hat uns der Islam ganz in seinen ekelhaften Fängen. Ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass eine echte konservativ-bürgerliche Partei in Deutschland fehlt, die primär die Interessen ihres deutschen Volkes in seinem eigenen Land vertritt. Schon lange kann die CDU das "C" in ihrem Parteikürzel streichen. Was unseren o.g. Dhimmis fehlt - und das ist nicht nur traurig, sondern skandalös: Sie wissen nicht, was der Islam ist! Sie debattieren eine Sache, von der sie nicht das geringste verstehen. Der Islam ist eine menschen- und frauenverachtende totalitäre Ideologie, die sich unter dem Deckmantel der Religion Zutritt zu freien Gesellschaften verschafft und dort mit der Mehrheitsgesellschaft ein immer größer werdendes Spannungsfeld erzeugt, weil die islamische Minderheit immer unverschämtere Zugeständnisse von der Mehrheitsgesellschaft einfordert in dem Sinne, dass sich die Mehrheitsgesellschaft gefälligst der Minderheit anzupassen hat. Und die Mehrheitsgesellschaft gewährt diese Zugeständnisse aus falsch verstandener Toleranz und Unwissenheit. Letztlich ist der Islam mit einer freien Demokratie nicht kompatibel! Und einen sog. "Euro"-Islam, sehr verehrte Landes- und Bundespolitiker, den gibt es nur in ihrer Phantasie! Aber das werden Ihnen allen die Imame und religiösen Führer des Islam zu gegebener Zeit schon selbst demonstrieren.
PS.: Bin mal gespannt, ob dieser "islamophobe" Kommentar nicht der gutmenschlichen Zensur zum Opfer fällt.