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Banküberfall vereitelt

Kleinste Bank trotzt Überfall

Geschockt: Ex-Chef Vogt
Foto: dpa

Raiffeisenbank will Sicherheit verstärken
 

Gammesfeld - Nach einem Überfall auf die kleinste Bank Deutschlands in Gammesfeld (Kreis Schwäbisch Hall) sollen dort nun die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden.

Am Freitagabend (23. Januar) versuchten zwei unbekannte Täter, den einzigen Angestellten der Raiffeisenbank in Blaufelden-Gammesfeld in ihre Gewalt zu bringen. Der Mann "hatte noch etwas zu erledigen und wollte gerade abschließen, als die Täter ihm im Hinterhof auflauerten", sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die beiden Täter seien mit lautem "Überfall"-Geschrei auf den Bankangestellten zugestürmt. Dieser drückte sie jedoch weg, woraufhin die Täter ihm einen Schlag auf den Kopf versetzten. Der Banker fiel eine Treppe hinunter und verletzte sich leicht. Die maskierten Männer ergriffen ohne Beute die Flucht.

Der Angestellte der Raiffeisenbank in Gammesfeld war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. "Der Vorfall hat mich geschockt", sagte jedoch Friedrich Vogt, der langjährige Geschäftsführer der Bank, unserer Zeitung. Vogt stand nach eigenen Angaben von 1967 bis 2007 an der Spitze der kleinsten Bank Deutschlands. Mittlerweile habe man die Bank mit "den modernsten Mitteln" gesichert. "So ein Überfall wird nicht mehr möglich sein." Die Raiffeisenbank war in der Vergangenheit schon einmal Ziel eines Überfalls geworden.

Mit der Bezeichnung "kleinste Bank Deutschlands" ist das Kreditinstitut im ganzen Land bekanntgeworden. Zu Beginn der Finanzmarktkrise häuften sich die Berichte, da dort weder mit Aktien noch mit Fonds oder anderen Finanzprodukten gehandelt wird. "Dieses Gedankengut war immer richtig", sagte Blaufeldens Bürgermeister Klaus Köger am Montag. Kredite werden nur an Einheimische vergeben. Der Zinssatz wird vorher festgelegt und ist auch nicht verhandelbar.

Im Jahr 2004 war der Dokumentarfilm "Schotter wie Heu" in die deutschen Kinos gekommen, ein Film, der die Raiffeisenbank und ihren damaligen Leiter Friedrich Vogt porträtierte. "Unsere Bekanntheit ist uns zum Verhängnis geworden", sagte Vogt am Montag. Durch die deutschlandweite Aufmerksamkeit seien auch die Täter angezogen worden, so Vogt.
 

Hilmar Pfister

26.01.2009 - aktualisiert: 26.01.2009 18:44 Uhr

 



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