Stuttgart - Den Worten müssen nun Taten folgen: Mit diesem Appell wenden sich Schulexperten und Politiker an Kultusminister Helmut Rau (CDU) und drängen ihn dazu, wie angekündigt, mehr Migranten als Lehrer einzustellen. "Der Aufruf allein ist nicht ausreichend", lautet die Meinung.
Der türkische Junge langweilte sich im Unterricht, arbeitete nicht mit, meldete sich nie. Eines Tages kam ein türkischstämmiger Lehrer in die Klasse und übernahm den Unterricht. Von da an taute der Junge langsam auf, und bald war er nur noch mit ausgestrecktem Arm zu sehen. Er meldete sich wieder und machte mit.
Wenn Muammer Akin über die Integration von Migranten spricht, dann beginnt er mit dieser Geschichte, die ihm ein Kollege einer befreundeten Schule erzählt hat. Akin leitet die Bil-Privatschule in Bad Cannstatt. 80 Prozent der Schüler dort kommen aus Migrantenfamilien. "Lehrer, die selbst einen Migrationshintergrund haben, können die Lebensrealität ihrer Schüler besser verstehen", sagt er.
Warum auch andere Schulexperten mehr Migranten für den Lehrerberuf begeistern wollen, lesen Sie in unserer heutigen Printausgabe. In der morgigen Ausgabe beschäftigen wir uns mit Ausländern in der Polizei.
Mehr zum Schwerpunktthema Intergration lesen Sie in der Printausgabe der Stuttgarter Nachrichten. Am Donnerstag (29.1) zu Lehrern, am Freitag (30.1) zur Polizei.