Preiskampf der Discounter
Butter kostet wieder 65 Cent
Stuttgart - Die deutschen Billigmärkte haben eine neue Runde im Preiskampf eröffnet. Mit Abschlägen von bis zu 20 Prozent auf Artikel des täglichen Bedarfs wollen sie neuer Konkurrenz auf dem Discounter-Branche begegnen.
Reiniger, Wein, Cerealien, Wattestäbchen, aber auch Milchprodukte sind günstiger zu haben. Bei Aldi und Penny kostet die 250-Gramm-Packung Butter nun 65 Cent statt bisher 73 Cent.
Im Sommer 2008 hatte das halbe Pfund noch 1,18 Euro gekostet.
Der Zeitpunkt für Preissenkungen ist gut gewählt, denn für zahlreiche Rohstoffe sind die Weltmarktpreise gesunken, etwa bei Getreide oder Kakao. Das nützen die Discounter, um sich auf dem enger werdenden Markt zu profilieren. Denn dort baut Edeka gerade seine Tochter Netto zusammen mit rund 2300 von Tengelmann übernommenen Plus-Filialen zum zweitgrößten Discounter im Land auf. "Wenn der größte Lebensmittel-Einzelhändler auftrumpft, müssen die Großen Aldi und Lidl zeigen, wer der Herr im Haus ist", erklärt der Münchner Konsumforscher Norbert Wittmann gegenüber unserer Zeitung. Nach Einschätzung des Vorstands der Unternehmensberatung Gruppe Nymphenburg wird der Preiskampf längere Zeit anhalten.
Aber auch die Finanz- und Wirtschaftskrise spielt den Billiganbietern in die Hände. Denn immer mehr Verbraucher kaufen bei Discountern. "Wenn schon kein neuer Kühlschrank, dann soll der alte wenigstens gut gefüllt sein", erklärt Wolfgang Twardawa von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Sabine Klotzbücher
02.02.2009 - aktualisiert: 02.02.2009 19:05 Uhr