Stuttgart - Sommerzeit ist Eiszeit: Kaum zeigt das Thermometer sommerliche Temperaturen, sehnt man sich nach Abkühlung. Am besten schmeckt diese mit einer großen Portion Eiscreme. Doch nicht jedes Eis ist erste Sahne. Wir haben die Eisdielen in der Innenstadt getestet.
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Schokoladeneis gibt es eigentlich gar nicht. Stattdessen lassen sich innerhalb dieser Sorte soviele Unterschiede feststellen, wie es Eisdielen gibt. Darum haben wir diese Lieblingssorte der Deutschen für unseren Eistest als Vergleichsmöglichkeit gewählt.
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Zu zweit haben wir uns durch die Eisdielen in der Innenstadt geschleckt. Insgesamt neun Eisläden mussten unsere subjektiven aber dennoch kritischen Zungen überzeugen. Bewusst haben wir uns auf all jene Örtlichkeiten beschränkt, die vom Schlossplatz aus bequem zu Fuß zu erreichen sind.
Entscheidend ist der GeschmackSchokoladig ging es dabei gleich in zweifacher Hinsicht zu: Die Eishersteller sollten uns nicht nur zeigen, wie gut ihr Schokoeis ist, sondern auch wo ihre Schokoladenseite liegt: Als zweite Kugel wählten wir die Spezialität des Hauses.
Das wichtigste Kriterium war der Geschmack. Darum zählen die Geschmackspunkte in der Gesamtwertung doppelt. Lagen mehrere Eisdielen bei der absoluten Punktzahl gleich auf, gewann diejenige, die beim Geschmack stärker war.
Es liegt auf der Hand, dass auch die Konsistenz ein wichtiger Punkt ist: Dort landete das Eis nämlich, wenn es nicht gut temperiert war. Das war beispielsweise beim Café Schmid in der Hirschstraße der Fall. Also floss die Konsistenz in den Unterpunkt Geschmack mit ein.
Der große Absahner: Cashew-Sauerrahm-EisBesonders überzeugend in dieser Sparte war das Café Treppe am Kleinen Schlossplatz. Hier wird zwar kein Eis selbst hergestellt, sondern auf die Marke Mövenpick zurückgegriffen, das aber mit Erfolg: Beim Schokoladeneis stellten wir eine perfekte Mischung aus Eismasse und Schokoladenstückchen fest. Insbesondere die Spezialität des Hauses Cashew-Sauerrahm konnte punkten.
Es liegt in der Natur des Schwaben, dass er auch einen Blick auf das Verhältnis von Größe und Preis werfen muss: Punkt zwei der Bewertung. Mit Eis geizte fast keiner der Verkäufer – vielleicht weil viele ursprünglich aus Italien kommen. Ganz schön üppig war der Preis bei Häagen Dazs in der Calwer Straße. Die Kugel kostet hier 2,20 Euro.
Dafür ist das Eis allerdings auch so gehaltvoll, dass man eine Hauptmahlzeit damit ersetzen könnte. Nicht geschleckt wird das Eis hier, sondern gekaut – wegen der Schokostücke.
Der Ansteig zum Eugenplatz lohnt sichUnd schließlich war es noch die Auswahl, die wir bewerteten.An die erste Stelle schaffte es hier das Eiscafe Santin in der Kronprinzstraße und die Eisdiele Pinguin am Eugensplatz – beide haben 40 Sorten im Repertoire, wovon sie 28 beziehungsweise 26 in der Auslage anbieten.
Beim Geschmack jedoch stellte Pinguin Santin in den Schatten. Das Eis schmeckte weniger künstlich und war den Anstieg zum Eugensplatz in jedem Fall wert. Ganz zu schweigen vom Blick über Stuttgart, der nur leider nicht essbar ist und daher in der Bewertung nicht berücksichtigt werden konnte.