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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 28.05.2009

Der Fluch der zwei Schwestern

Superböse Nanny

In Hollywood weiß man es schon lange: Guter Horror kommt aus Asien. So verfilmen die Amerikaner eine asiatische Kostbarkeit nach de anderen neu. Nun kam "A Tale of Two Sisters" an die Reihe - eine koreanische Gruselmär aus dem Jahre 2003.

Nach dem grausamen Unfalltod ihrer Mutter erlebt die junge Anna einen Nervenzusammenbruch und landet in der Psychiatrie. Als sie wieder zu ihrem Vater zurückkehren darf, ist der inzwischen mit der ehemaligen Pflegerin ihrer Mutter liiert. Sehr zu Annas Missfallen, die von Visionen heimgesucht wird und zu zweifeln beginnt: War der Tod ihrer Mutter tatsächlich ein Unfall oder hat die Nanny nachgeholfen? Mit ihrer Schwester beginnt sie Recherchen.

Das anders als das Original nur mäßig spannend inszenierte Remake ist das Langfilmdebüt der Gebrüder Guard. Durch die Verlagerung der Geschichte von der östlichen in die westliche Welt mag kein echtes Gruseln aufkommen. Auch leidet der Film unter der allzu stereotypen Besetzung, von der Elizabeth Banks als Ex-Nanny noch die beste Figur abgiebt. In Ton- und Bildgestaltung kommt das Werk kaum über Standard hinaus. Erfreulich hingegen die wiegenliedartige Geistermusik Christopher Youngs.
 

Wolfram Hannemann

28.05.2009 - aktualisiert: 28.05.2009 11:11 Uhr

 


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