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Abrechnung

Mit Theurer will Noll nichts mehr zu tun haben

Foto: dpa

Stuttgart - Der gestürzte FDP-Fraktionschef Ulrich Noll (63) kritisiert in einem internen Brief die Art und Weise seiner Abwahl und kündigt einem Parteifreund die Zusammenarbeit auf.

Er werde mit allen FDP-Abgeordneten gerne weiter zusammenarbeiten, so Noll in einem handschriftlich verfassten Brief an seine Kollegen. Dies gelte allerdings nur für jene, die auch nach der Sommerpause noch am Fraktionstisch sitzen. "Die Einschränkung mache ich bewusst!", so Noll in dem Schreiben. Da Theurer der einzige ist, der in der Sommerpause die Fraktion verlässt (er wechselt als Europaabgeordneter nach Brüssel), kann der Seitenhieb nur ihm gelten. Noll nimmt ihm offenbar sein Verhalten vor und nach der Wahl am 16. Juni übel, bei der Noll nur sechs von 15 Stimmen bekam. Theurer hatte nach Nolls überraschender Abwahl erklärt, es habe im Vorfeld Absprachen gegeben. Darüber habe er Noll kurz vor der Abstimmung informiert, so der scheidende OB von Horb (Kreis Freudenstadt). Noll habe dies aber nicht ernst genommen.

In seinem Brief kündigt Noll an, in der Fraktion auch über die Landtagswahl 2011 hinaus konstruktiv mitarbeiten zu wollen, sofern er in seinem Wahlkreis (Nürtingen) wieder aufgestellt werde. Er rügte die Art seiner Abwahl ohne vorherigen Gegenkandidaten, was auch seinem Nachfolger Hans-Ulrich Rülke (47) den Start erschwert habe. Er selbst wäre zu einem Generationswechsel nach der Bundestagswahl im September bereit gewesen und hätte sich die Wahl Rülkes für Mitte 2010 vorstellen können.

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