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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 02.07.2009

Das Haus der Dämonen

Es knarrt zu selten im Gebälk

Um möglichst nahe der Klinik zu sein, in der ihr Sohn Matt sein Krebsleiden behandeln lässt, beschließen die Campbells, in eine andere Stadt umzuziehen. Doch ihr neues Domizil, ein nettes viktorianisches Häuschen, birgt ein dunkles Geheimnis. Schon bald wird Matt von düsteren Visionen heimgesucht. Spukhäuser sind dem Publikum spätestens seit "Amityville Horror" vertraut, und der hier inszenierte Spuk bewirkt kaum mehr als Abstumpfung und Langeweile.

Speziell dann, wenn der Film zu einer bombastischen Materialschlacht im Stile eines "Poltergeist" ausartet. Wenige richtig gute Momente hat er, wenn er das Grauen ganz leise, aber mit effektvollem Toneinsatz wie Knarren im Gebälk spürbar werden lässt. Leider geschieht das zu selten, als dass man die konfuse Handlung vergessen könnte oder den holprigen Schnitt, der spannende Szenen mittendrin unmotiviert durch belanglose unterbricht und sie dadurch ihrer Wirkung beraubt.
 

Wolfram Hannemann

02.07.2009 - aktualisiert: 02.07.2009 10:28 Uhr

 


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