Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 18.07.2009

 

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Lesermeinung

"Fellbacher



Größenwahn"



Zum Artikel "Fluss-Kunst und Straße harmonieren nicht" vom 16. Juli: Schon lange treibt es mich um, etwas zum Thema "Fellbacher Landungsbrücken" zu schreiben. Jetzt muss es raus. Man hätte das Projekt lieber Fellbacher Größenwahn nennen sollen. Kaum entdeckt die Fellbacher Stadtverwaltung ein noch unbebautes Stückchen Natur, schon wird gehandelt: Bäume fällen, Erdreich umwälzen, Protzbauwerk hinstellen. Aber was will man von einer Stadt schon erwarten, in der man sich als Fußgänger und Radfahrer kaum sicher bewegen kann, Häuser in noch nicht da gewesene Höhen streben und der Bürgerwille mittels juristischer Winkelzüge höchst undemokratisch ausgehebelt wird? Nichts! Als Jogger, Radfahrer und Naturliebhaber bin ich jedes Mal entsetzt, wenn ich sehe, was sich an dem kurzen Stück Neckar tut, seit Fellbach Hand anlegt. Nach der Fertigstellung dort wird"s sicher nicht besser aussehen, und mit der relativen Ruhe ist"s vorbei. Besser wär"s gewesen, Fellbach hätte die Landungsbrücken gelassen, wo sie hingehören, nach Hamburg. Kai Schroeder, Schmiden



Lärm um die Glockenkelter



Zum Artikel vom 10. Juli "Bürgermeister widerspricht": Uns als Interessengemeinschaft lärmfreie Glockenkelter ist sehr daran gelegen, dass die Problematik rund um die Glockenkelter sachlich und fair diskutiert wird. Wenn der Bürgermeister Vertreter der IG Lärmfreie Glockenkelter öffentlich der Verbreitung von Unwahrheiten beschuldigt, ist eine sachliche Diskussion nicht möglich. Es muss die Frage erlaubt sein, wie wahrscheinlich es ist, dass sechs erwachsene Personen der Interessengemeinschaft die Aussage, dass es keine Außenveranstaltungen mehr geben wird, angeblich laut Herrn Altenberger kollektiv "missverstehen" konnten, nachdem er sie von seiner Seite aus angesprochen hat. Zu- und Aussagen, die weder mit dem Gemeinderat abgestimmt sind, noch länger als einen Tag bestand haben, sind nicht zuverlässig und machen auf Vertrauen basierende Verhandlungen unmöglich.



Dass ein Veranstaltungsschluss um 22 Uhr sehr wohl möglich ist, zeigt die Nutzungsordnung der Alten Kelter in Fellbach. Ein Testphase von einem Jahr ist nicht notwendig, da es in vielen Gemeinden rund um Kernen genügend Erfahrungen gibt, von denen man partizipieren könnte. Hier wurden ähnliche Forderungen wie in Stetten schon längst anwohnerverträglich umgesetzt.



Lothar Müller, Frank Schmidt, Jörg Reiser, Andi Schumm, Stetten





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18.07.2009 - aktualisiert: 18.07.2009 06:00 Uhr

 

 



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