Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 24.08.2009

 

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Eine Generation von Kernenern reift heran

Stetten. Im evangelischen Waldheim in den Weinbergen ist die Einheit von "Rom" und Stetten Realität. Von Eva Herschmann
 

Rudolf Schmid muss es wissen. Schließlich hat sein Vater das evangelische Waldheim in den Stettener Weinbergen vor fast 30 Jahren mitgebaut. "Römer" habe es hier immer gegeben, sagt er. Früher seien sie vielleicht etwas weniger präsent gewesen als heute, aber dabei waren sie immer. "Ich schätze, zu meiner Zeit kamen zwei Drittel aus Stetten und ein Drittel aus Rommelshausen." Er könne sich noch gut an die legendären Röhm-Zwillinge aus "Rom" erinnern. Heiko und Klaus Röhm, sagt Rudolf Schmid, hätten das evangelische Waldheim in Stetten über Jahre mitgeprägt. "Und inzwischen wohnt der Heiko in Stetten."



Der dritte Abschnitt ist zu Ende gegangen - mit einem Fest und dem Spiel "Schlag den Ruben" in Anlehnung an eine beliebte Sendung im privaten Fernsehen. Wieder waren viele aus Rommelshausen dabei. "Ich denke, mittlerweile ist das Verhältnis in manchen Abschnitten fast 50:50", sagt Susanne Wilhelm vom Förderverein Evangelischer Kindergartenverein und Kinder-Ferien-Waldheim. Und nicht nur die Kinder, die eine Woche Ferien hier verbringen, sondern auch viele Mitarbeiter kommen aus Rommelshausen: "Sogar unser Hausmeister, der Herr Gärtner." Es scheine fast so, sagt Susanne Wilhelm, dass oben auf dem Berg die Einheit von Stetten und "Rom" schon längst Wirklichkeit ist. "Hier oben verschwinden die Grenzen, und wer als Kind da war, will als Betreuer wiederkommen." Inka Daur, die das Waldheim leitet und koordiniert, kann es mit Zahlen belegen. Von rund 40 Mitarbeitern kämen zehn aus Rommelshausen, und bei den Kindern seien bei 160 Waldheimteilnehmern ungefähr 60 aus dem größeren Kernener Ortsteil. "Im ersten Abschnitt waren die ,Römer" Kinder sogar in der Überzahl."



Ferenc Schmuck ist einer der "Römer", die immer wieder ins Waldheim kommen. "Ich war als Kind da, inzwischen bin ich Betreuer", sagt der 18-Jährige. Weder früher noch heute würde in den Gruppen darüber gesprochen, woher einer komme. "Das spielt im Waldheim keine Rolle."



Wenn es stimmt, was Armin Schlosser, der Vorsitzende des Fördervereins sagte, nämlich, dass das Waldheim prägt, dann reift in den Weinbergen eine Generation von Kernenern heran.


 

24.08.2009 - aktualisiert: 24.08.2009 06:01 Uhr

 

 



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