Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 27.08.2009
Year One - Aller Anfang ist schwer
In den Niederungen des Fäkalhumors
Nachdem er verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis genascht hat, muss Neandertaler Zed nebst treudoofem Freund Oh das Dorf verlassen. Auf ihrer Reise in die Welt treffen sie alttestamentarische Gestalten und landen schließlich im sündigen Sodom.
Wir werden wohl nie erfahren, wieso Harold Ramis, der Schöpfer genialer Komödien ("Ghostbusters", "Und täglich grüßt das Murmeltier"), in die Niederungen vorsintflutlichen Fäkalhumors hinabgestiegen ist: Mit schier unglaublicher Inbrunst wird hier ins Gesicht gepinkelt, am Kot geleckt und unverhohlen unter die Gürtellinie geschlagen. Auch wird ein nur mäßiger Gag nicht dadurch besser, dass man ihn holzhammerartig wiederholt. Kain darf da seinem Bruder Abel nicht nur einmal den Schädel einschlagen und behaupten, es sei ein Unfall gewesen, sondern gleich fünfmal.
Wäre Humor etwas, worüber niemand lachen soll, wäre dieser Film auf alle Zeiten unschlagbar. Zu hoffen ist, dass uns eine Fortsetzung erspart bleibt.
Wolfram Hannemann
27.08.2009 - aktualisiert: 27.08.2009 11:59 Uhr