Artikel aus der Filder Zeitung vom 16.09.2009

 

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"Ein Festtag für die Kaltentaler"

Kaltental. Der neue Bürgersaal am Anna-Scheufele-Platz wird amkommenden Samstag offiziell eröffnet. Von Kai Müller
 

Es gibt eine Punktlandung. "Die Handwerker werkeln noch", sagt Hans-Dieter Meißner, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) Kaltental. Am Samstag ist es aber soweit. Gemeinsam mit der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) wird die Eröffnung des Bürgersaals gefeiert. "Das ist ein Festtag für die Kaltentaler. Da geht ein Traum in Erfüllung", sagt Meißner.



Insgesamt stehen der Bürgerinitiative künftig etwas mehr als 200 Quadratmeter zur Verfügung, die sie auf 25 Jahre mietfrei gepachtet haben. Dazu zählen unter anderem ein Bürgersaal, der 80 Menschen Platz bietet, eine Küche, ein Büro, ein behindertengerechtes WC, zwei Lagerräume, sowie ein Zimmer, welches das Kaltentaler Archiv beherbergen soll.



Die SWSG hat etwa 2,35 Millionen Euro in das Gebäude investiert, zu dem nicht nur der Bürgersaal, sondern auch acht Mietwohnungen, eine Zahnarztpraxis und zehn Tiefgaragenplätze gehören. Die komplette Inneneinrichtung hat die Bürgerinitiative selbst finanziert und dafür 50 000 Euro investiert. Es sind Spenden und Erlöse aus zahlreichen Festen. Die laufenden Betriebskosten trägt ebenfalls der Verein.



Dieses Geld muss über die Vermietung der Räume wieder hereinkommen. "Erste Anfragen hat es bereits gegeben", sagt Meißner. Der BI-Ehrenvorsitzende Heinz Schwollius ergänzt: "Über die Auslastung mache ich mir keine Sorgen." Ihm Prinzip kann jeder den Bürgersaal nutzen. Dieser kann in zwei Teile geteilt werden und verfügt über eine Leinwand und einen Beamer. "Nur links- und rechtsradikale politische Gruppen wollen wir nicht", sagt Schwollius. Er lobt besonders den Bürgermeister Michael Föll: "Er hat sehr viel Verständnis für unser Anliegen gezeigt."



Zapfenstreich für Feiern im Bürgersaal ist um Mitternacht, Musik ist bis maximal 22 Uhr erlaubt. Die Mieter haben unterschrieben, dass sie mit den Festen einverstanden sind. "Wir wollen aber gut mit ihnen auskommen", sagt Schatzmeisterin Waltraud Schwollius. Die Küche im Bürgersaal ist zwar für Catering-Services geeignet, gekocht werden soll dort aber nicht. "Wer einen bewirtschafteten Saal will, muss in die nahe gelegene Gaststätte ausweichen", sagt Meißner.



Viel Zeit und Energie haben die BI-Mitglieder in die neuen Räume gesteckt. Es wartet aber noch viel Arbeit: Bislang fehlt das Geld für die Ausstattung des Archivs, in dem künftig historische Exponate aufbewahrt werden sollen.
 

16.09.2009 - aktualisiert: 16.09.2009 06:00 Uhr

 

 



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