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Artikel aus der Kornwestheimer Zeitung vom 01.10.2009

 

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CDU und Grüne: Jugenzentrum gehört in die Stadtmitte

Kornwestheim Die Stadt will die Treffpunkte für Jugendliche weiter ausbauen. Auf der Liste ganz oben steht die weitere Umgestaltung der Uhlandwiese. Von Gaby Mayer-Grum
 

Sea heißt ein neues Zauberwort der Stadt Kornwestheim. Dahinter verbergen sich die elf "Spiel-, Erlebnis- und Aufenthaltsflächen für Jugendliche", die nach und nach in der Stadt geschaffen werden sollen. Wie weit die Umsetzung gediehen ist und was als nächstes angepackt wird, hat der Ausschuss für Umwelt und Technik am Dienstagabend diskutiert.



Werner Winkler vom Büro Winkler und Boje hat ein Abonnement auf die Gestaltung von Spielplätzen und Jugendtreffs in der Stadt. Der Landschaftsgärtner zeigte den Gemeinderäten, wie und wo ihre Beschlüsse bereits umgesetzt worden sind: Auf dem Hof der Uhlandschule etwa, der in mehreren Schritten umgebaut werden soll, steht inzwischen ein riesiges Klettergerät. Wie die Trauben hängen Kinderscharen in den Pausen auf dem Holzgestänge. Nicht weit vom Schulhof entfernt, auf der Uhlandwiese, wurde ebenfalls schon etwas getan: Zwei kleine Unterstände gibt es dort. Dabei soll es aber nicht bleiben, findet die Verwaltung, das Angebot reiche für die vielen Jugendlichen nicht aus. Winkler brachte daher Pläne für eine weitere Umgestaltung des Sport- und Bolzplatzes mit.



Sie sehen einerseits den Erhalt der für den Schulsport notwendigen Spielfelder und der Weitsprunggrube vor. Andererseits soll ein überdachter Aufenthaltsbereich für Teenager geschaffen werden. Dafür sei die Neuaufteilung der Spielflächen notwendig, so Winkler. Er schlug überdies vor, das Areal zu reinigen, die es umgebende Bepflanzung weiter zu lichten und einen Brunnen für Trinkwasser aufzustellen. Gesamtkosten: knapp 100 000 Euro. 10 000 Euro entfallen auf den Brunnen, den Winkler als sehr sinnvoll bezeichnete. "Dann kaufen die Jugendlichen kein Cola."



Für die Pläne erntete Winkler Zustimmung bei allen Fraktionen. Besonders gut gefalle der CDU, dass Jugendliche in die Planungen mit einbezogen würden, sagte Stadtrat Hans Bartholomä. Entsprechend hoch sei die Akzeptanz. Wichtig sei vor allem, die Jugendlichen nicht in die Peripherie zu drängen, meinte SPD-Fraktionschef Hans-Michael Gritz. Der Stadt müsse aber klar sein, dass nicht alle Jugendlichen die angebotenen Treffs nutzen werden. "Die suchen sich andere Standorte." Ralph Rohfleisch (Grüne) kritisierte, dass mit den Planungen noch vor der letzten Sitzung der Gruppe, die sich mit dem Sportentwicklungsplan befasst, begonnen wurde. Gleichwohl sei für ihn "fast ideal, was hier passiert." Für die Anschaffung des Trinkbrunnens empfahl er, sich nach einem Sponsor umzuschauen. So sei auch das Pattonviller Jugendgelände zu einem solchen Brunnen gekommen.



Nicht nur an der Uhlandwiese soll ein Treffpunkt für Jugendliche entstehen. Im Gespräch sind außerdem ein Areal beim alten Bahnhof, das Jugendzentrum und das ehemalige ESG-Areal im Westen der Stadt. Besonders Letzteres lag den Sprechern aller Fraktionen am Herzen. Das Gelände berge enormes Potenzial, sagte Hans Bartholomä, mit der Umgestaltung müsse die Stadt schnell beginnen.



Zurückstellen wollen die Räte das Areal am alten Bahnhof. Auch das Jugendzentrum steht nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Seine Fraktion tue sich schwer mit einer Investition ins Juz. "Der Standort des Jugendzentrums ist unserer Meinung nach falsch", sagte Bartholomä. Ähnlich sah das Ralph Rohfleisch: Das Jugendzentrum gehöre ins Stadtzentrum. Doch bis es so weit sei, dauere es sicher länger - die Stadt müsse daher in der Zwischenzeit dafür sorgen, dass das Juz am südlichen Rand der Stadt attraktiver werde. Zu diesem Zweck sollten die Jugendlichen selbst mit der Planung beauftragt werden. Schwer tat sich hingegen der Freie-Wähler-Stadtrat Julian Göttlicher mit den Überlegungen, das Juz zu verlegen. Der Standort sei richtig, denn er ermögliche es den Jugendlichen "auch mal Rabatz zu machen" oder ein Lagerfeuer zu entzünden. Unterstützung bekam er von SPD-Stadtrat Robert Müller. Schon früher habe es einmal ein Jugendzentrum mitten in der Stadt gegeben. "Nicht ohne Grund haben wir einen neuen Standort gesucht." Auch er plädierte dafür, das Juz in Stadtrandlage attraktiver zu machen.
 

01.10.2009 - aktualisiert: 01.10.2009 06:02 Uhr

 

 




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