Artikel aus Strohgäu Extra vom 07.10.2009

 

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Aktiv für die Heranwachsenden

Hemmingen Eine Interessengemeinschaft will die Jugendarbeit in der 7500-Einwohner-Gemeinde stärken. Von Franziska Kleiner
 

Nach dem Fest geht"s richtig los. Diesen Eindruck wollen jedenfalls jene Bürger, Vereine, Kirchen und Organisationen vermitteln, die im Juli das Festival "Sommerrock im Schulpark" organisiert haben. Nun arbeiten sie in einer Interessengemeinschaft (IG) weiter an ihrem Ziel. Das geht inzwischen über den eigentliche Zweck der IG, der Forderung nach einem Freizeitplatz für Familien, hinaus.



Die Initiative will sich grundsätzlich mit der Jugendarbeit im Ort beschäftigen und sich mit eigenen Angeboten einbringen. Das erste Treffen dieses Aktionsbündnisses, in der auch amtierende und ehemalige Hemminger Gemeinderäte vertreten sind, solle in den kommenden Wochen stattfinden, sagt der Hemminger DRK-Bereitschaftsleiter Ralf Horwath.



Horwath fungierte bei Sommerrock im Schulpark als Hauptorganisator. Er ist rundum zufrieden mit dem Ergebnis des Festivals, an dem den ganzen Tag über Aktionen lockten und bis in den Abend sieben Bands Musik machten. Dass der Tag zudem offenbar einen erklecklichen Betrag in die Kasse spülte, macht die Organisatoren stolz. Horwath schweigt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch über die genaue Summe aus. Schließlich soll das Geld in offiziellem Rahmen an die Gemeinde übergeben werden: Die Verwaltung, so die Bedingung des Organisationsteams um Horwath und den Hemminger Musiker Piero Osenstetter, soll das Geld zweckgebunden für den Kauf eines Spielgerätes auf dem Familien-Freizeitplatz verwenden.



Horwath weiß, dass damit ein gewisser Druck auf Verwaltung und Gemeinderat aufgebaut wird. Schließlich ist im Gemeinderat seit Monaten mehrmals über das passende Gelände für diesen Platz gesprochen worden. Doch die Interessengemeinschaft will mit Verwaltung und Rat an der Umsetzung arbeiten, stellt Horwath klar. Auch wolle man sich Aktionen überlegen, mit denen Jugendliche angesprochen werden können. "Wir wollen ihnen signalisieren: "Ihr seid ein Teil von uns"", so Horwath.



Auch wenn das Freizeitgelände schon häufig thematisiert wurde, konkrete Pläne für eine Umsetzung des Freizeitplatzes sind in der Öffentlichkeit noch nicht diskutiert worden. Stattdessen mussten andere Probleme gelöst werden, das Jugendhaus Astergarten wurde zeitweise geschlossen. Inzwischen erhält der Schulsozialarbeiter und Jugendhausmitarbeiter Gregor Adam in der Jugendarbeit Unterstützung von der Paulinenhilfe. Das Jugendhaus war nicht nur wegen Personalmangels geschlossen worden. Immer wieder hatten Jugendliche abends das Gelände vermüllt; das Fass zum Überlaufen brachte ein Diebstahl.



Bei Horwath werden weiterhin die Fäden zusammenlaufen. "Wir haben es begonnen, also führen wir es auch weiter." Schließlich habe man vor dem Fest gehofft, dass der Sommerrock im Schulpark nicht das Ende, sondern der Beginn einer von vielen getragenen Initiative werde.


 

07.10.2009 - aktualisiert: 07.10.2009 06:02 Uhr

 

 



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