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Unsere Top 10

Stuttgarts beste Espressos

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Sabine Müller genießt ihren Kaffee in der Herbert'z Espressobar

Stuttgart - Seit vor elf Jahren die ersten Coffeeshops in Deutschland ihre Pforten geöffnet haben, ist Espresso auf dem Vormarsch. Grund für uns, den Espresso in Stuttgarter Kaffeebars unter die Lupe zu nehmen. Wo ist der Gemschack besonders intensiv, die Crema besonders cremig und das Ambiente besonders einladend. Unsere Top 10 des "kleinen Schwarzen":

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In den Kategorien Crema, Geschmack und Ambiente gab es jeweils fünf Punkte zu verteilen. Die getesteten Espressobars konnten also maximal 15 Punkte abräumen

Die Krönung finden wir längst nicht mehr wunderbar, und Kaffee ist auch nicht mehr den Tanten vorbehalten. 1550 Coffeeshops verkaufen in Deutschland nicht nur Kaffee in allen Variationen, sondern auch ein Stück Lebensgefühl. Mit ihrer Aufmachung und Getränken wie Latte Macchiato sprechen sie auch jene an, die bis dato mit dem koffeinhaltigen Heißgetränk gar nichts am Hut hatten: die jungen Leute.

Seit Starbucks und Co. ein Stück der modernen Kaffeekultur geworden sind, kommt uns Deutschen vermehrt Espresso in die Tasse. Zubereitet aus frisch gemahlenen Bohnen und in 25 Sekunden mit neun Bar durch den Siebträger gejagt, so mögen wir ihn am liebsten. 43.000 Tonnen Espresso und Caffè Crema wurden 2008 in Deutschland verkauft - 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Verglichen mit den 8316 Tonnen aus dem Jahre 2000 hat sich die Nachfrage nach Espresso verfünffacht.

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Die Crema ist mehr als Schaum

Vor allem in süddeutschen Großstädten trinkt man gerne einen kleinen Schwarzen. Doch wer meint, dass man deshalb an jeder Stuttgarter Ecke einen gescheiten Espresso bekommt, der irrt. Wir haben ihn gesucht und dabei drei Kriterien bewertet:

1. Den Geschmack: Eine schwarze Bohne macht noch keinen Espresso. Bitter allein reicht nicht. Ausgewogen muss er sein, mit Süße und Säure.
2. Die Crema: Die Schaumschicht enthält Duft- und Geschmacksstoffe, und man sieht ihr schon an, ob sie was taugt oder nicht. Haselnussbraun und von Streifen durchzogen sollte sie sein, fest genug, um Zucker- und Löffeltest problemlos standzuhalten und auch nach dem letzten Schluck an der Innenseite der Tasse zu verweilen.
3. Das Ambiente: Frei nach dem Motto: Hier bin ich Mensch, hier will ich Espresso trinken.

Wer einen perfekten Espresso zubereiten will, muss vieles beachten. Qualität, Röstung und Mischung der Bohnen müssen ebenso stimmen wie der Mahlgrad und die Einstellungen an der Espressomaschine. Das birgt im Umkehrschluss die Möglichkeit, mächtig viel falsch zu machen. Fehler, die man sehen und auch schmecken kann.

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Alles richtig machte bei unserem Test nur einer: Alfio Marletta vom Kaffeehaus Stuttgart. Seinen Espresso ziert eine Crema, die sich auch nach einer heftigen Löffelattacke wieder zu einer geschlossenen Decke zusammenzieht. Der Zucker bleibt einige Sekunden auf ihr liegen, saugt sich dann langsam mit Espresso voll, um dann im Schwarz zu versinken. Optisch und geschmacklich ist Marlettas Espresso ein Genuss.

Der Espresso in der Lavazza Lounge schmeckt etwas herber als im Kaffeehaus, die Crema ist nicht ganz so robust, aber alles in allem serviert der nette Barista dort einen kleinen Schwarzen, der uns vier Sterne wert ist. Mit ihren weißen Sitzmöbeln und lila Wänden kommt die Lounge eher cool daher, ist aber in sich stimmig. Gemütlicher sitzt oder besser steht man im Fleck & Schneck, der Espresso dort birgt aber noch Luft nach oben.

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Auch im Herbert'z gibt es die maximale Punktzahl - leider nur für das Ambiente. Zwischen alten Radios, Fotos und ausgestopftem Getier trifft sich die Boheme des Stuttgarter Südens unterm Kronleuchter. Der Aussage des Barista, sein Espresso aus der rund 35 Jahre alten Elektra sei der beste der Stadt, müssen wir leider widersprechen. Hier reicht es höchstens für den Titel "Meister der Herzen".
 

Marion Busacker

21.10.2009 - aktualisiert: 18.11.2009 11:58 Uhr

 



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