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Gut riechender Eintopf

Warten auf den Gaisburger Marsch

Foto: Kraufmann

Ein Beitrag aus der umfangreichen Leserpost: "Mein Name ist Elfriede Gauert. Mein Mann und ich sind in den 70er Jahren von Dortmund ins Schwabenländle gekommen. Grund war eine Versetzung meines Mannes Norbert von der Daimler AG Dortmund in die Zentrale nach Stuttgart. Ich würde uns als typische Reingeschmeckte bezeichnen. Ihr Artikel ,Der Häfelesgugger' brachte mich auf die Idee, unsere erste Berührung mit der schwäbischen Sprache niederzuschreiben: Unser Umzug nach Nürtingen-Roßdorf fiel mit der Eröffnung des ,Top-Kaufs' zusammen. In der Mittagspause gingen mein Mann und ich dorthin, um etwas zu essen und uns das Zeltspektakel anzusehen bzw. -hören. Rechts neben dem Musikpodium stand auf einer schwarzen Tafel ,Gaisburger Marsch'. Uns war dieses Musikstück vollkommen unbekannt, obwohl mein Mann ein Marschliebhaber ist. Also warteten wir darauf, dass die Nürtinger Kapelle eben diesen Marsch spielt, aber er kam einfach nicht.

Uns gegenüber saß eine ältere Schwäbin vor einem gut riechenden Eintopf. Auf meine Frage, was sie denn da esse, antwortete sie auf Schwäbisch. Wir verstanden kein Wort. Also wiederholte ich die Frage. Sie zeigte auf die Tafel und sagte klar und deutlich: ,Gaisburger Marsch.' Wir haben selten so dumm ausgesehen und danach herzlich gelacht."


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StN

28.10.2009 - aktualisiert: 28.10.2009 14:25 Uhr

 



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