Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 30.10.2009

 

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Stefan Doll ist längst unverzichtbar

Handball Der SV Fellbach empfängt am Sonntag (16.30 Uhr) einen Aufsteiger und ganz besonderen Titelsammler. Von Markus Merz
 

Langsam wird es langweilig. Die SG Lauterstein steht einfach in jedem Jahr ganz vorne und lässt die Konkurrenz chancenlos zurück. Nun müssen die Handballer des SV Fellbach nicht vor Ehrfurcht erstarren, wenn die SG Lauterstein am Sonntag (16.30 Uhr) in der Zeppelinhalle gastiert. Denn wenn das Team aus dem Landkreis Göppingen mal wieder einen Spitzenplatz erreicht, handelt es sich in aller Regel um den Spitzenplatz bei der württembergischen Großfeldmeisterschaft. Sechs Jahre in Folge haben die Lautersteiner den Titel nun schon gewonnen. Unter anderen gegen Abordnungen des TV Bittenfeld oder des VfL Waiblingen. Doch war die erneute württembergische Großfeldmeisterschaft nicht der einzige Erfolg in diesem Jahr. Denn nur wenige Wochen zuvor hatte das Hallen-Ensemble um den Trainer Wolfgang Funk den Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga geschafft.



Dort spielt der SV Fellbach bereits im sechsten Jahr, steht vor dem Duell mit der SG Lauterstein aber nur wegen der besseren Tordifferenz besser da. "Für einen Aufsteiger ist unser nächster Gegner erstaunlich gut gestartet", sagt der SVF-Trainer Harald Beilschmied, der in den vergangenen Trainingseinheiten vor allem versucht hat, das Offensivspiel zu forcieren. Denn von den insgesamt 16 Mannschaften in der Baden-Württemberg-Oberliga hat nur der TSV Birkenau weniger Tore erzielt. "Unser Problem war bisher in dieser Saison, dass wir immer wieder Verletzte hatten und sich so das Zusammenspiel nicht wirklich verbessern konnte", sagt Harald Beilschmied. Mal fehlte Lars Neuffer, mal Sascha Hartl, mal Damir Marjanovic. Zudem stand ein erfahrener Akteur wie Tobias Job nur als kurzfristige Verstärkung zur Verfügung, und Frieder Hansen ist erst spät zum SV Fellbach gewechselt. Deshalb lässt Harald Beilschmied in diesen Tagen vermehrt in Kleingruppen trainieren. Jeder soll die Abläufe verinnerlichen. Jeder soll wissen, was der Nebenmann macht.



Stefan Doll spielt in diesen Einheiten eher eine untergeordnete Rolle. Der Torsteher übernimmt andere Aufgaben. Er führt die jungen Akteure, gibt ständig Anweisungen bei der Abwehrarbeit und liefert an den Wochenenden stets Topleistungen ab. "Er zählt zu den besten Schlussmännern der Baden-Württemberg-Oberliga und ist für uns unverzichtbar geworden", sagt Harald Beilschmied. In der Hierarchie der Mannschaft sei Stefan Doll längst ganz oben angelangt. "Wir partizipieren sehr stark von seiner Erfahrung", fügt der Fellbacher Trainer noch an, bevor er schnell lobende Worte für die Feldspieler und ihre zupackende Herangehensweise in der Deckung findet: "Sie arbeiten hervorragend." Denn bei aller Problematik in der Offensive verfügt der SV Fellbach über eine der besten Abwehrreihen der Baden-Württemberg-Oberliga. Da kann der württembergische Großfeldmeister am Sonntag kommen. "Das ist ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger. Also müssen wir gewinnen", sagt Harald Beilschmied.
 

30.10.2009 - aktualisiert: 30.10.2009 06:03 Uhr

 

 



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