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Heroin von der Stadt

Stuttgart wäre dabei

Spritzbesteck für Schwerstabhängige: Eine Spritze mit Diamorphin (synthetisches Heroin), Nadeln und ein Abklemmband.
Foto: dpa

Stuttgart - Die medizinisch kontrollierte Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige wird im Land von den meisten als Standorte geplanten Kommunen positiv gesehen. Auch Stuttgart wäre bereit, entsprechende Ambulanzen einzurichten.

 
 


Die CDU im Südwesten hatte sich lange Zeit gegen diese Art der Behandlung von Schwerstabhängigen gesperrt. Die schärfsten Kritiker hatten sich gegen "Heroin auf Krankenschein" gewandt. Befürworter - darunter die Landesgesundheitsministerin Monika Stolz (CDU) verweisen hingegen darauf, dass es nur um ganz wenige Rauschgiftabhängige gehe und die bisherigen Pilotversuche darauf hindeuten, dass der Teufelskreis der Beschaffungskriminalität durchbrochen werden kann.

Die Landeshauptstadt würde mitmachen. "Wir gehen davon aus, dass wir sowohl die Infrastruktur als auch die Fachkompetenz für die Umsetzung haben", sagte Stadtsprecher Markus Schubert. Sucht-Experten der Stadt Stuttgart hätten an den Empfehlungen der Arbeitsgruppe Substitution mitgewirkt. Stehen die Landesdaten, könne rasch mit der Feinplanung für die Hilfe für geschätzte 50 bis 70 potenzielle Patienten in der Landeshauptstadt beginnen.

Die Stadt fände ein Kooperationsmodell gut: Das Angebot würde in Stuttgart in ein medizinisches Versorgungszentrum integriert, das von einem niedergelassenen Facharzt geleitet wird. Die psychosoziale Betreuung könne dann ein Träger der Stuttgarter Suchthilfe übernehmen. Die Finanzierung lasse sich erst klären, wenn das Landeskonzept stehe.

 
 

 

dpa/lsw

02.11.2009 - aktualisiert: 02.11.2009 08:59 Uhr

 


Lesermeinungen
03.11.2009 00:53
Autor: zoidberg

Das ist meiner meinung nach der richtige weg. Es kostet den steuerzahler zwar geld aber der süchtige kann sein leben in den griff kriegen, arbeiten gehen und selbst steuern zahlen. Der dealer verliert einen kunden und der (die)süchtige muss nicht mehr stehlen bzw. sich prostituieren, einbrechen oder sonst was um an sein heroin zu kommen.
Was kann daran falsch sein?

 

02.11.2009 22:40
Autor: Thomas Melber

Kalter Entzug, und gut is'.

 

02.11.2009 16:38
Autor: Helmut Schalk

Es kommt mit unserer Human und Sozial - Duselei in den Parteien immer mehr zur Staatsversorgung und weg von der Eigenverantwortung zur Selbstversorgung.
Wer soll dieses ganze Versorgen auf die Dauer aber bezahlen, denn die Gabe von einer Ersatzdroge bei Heroinabhängigen, geht dann bei vielen von der Kindheit bis zum Tode. Nach anderen Sozialfällen, die durch unverschuldete Krankheiten, oder Unfälle Hilfe brauchen, haben die oft sehr Kriminellen nie gefragt. Diejenigen, die ihr Leben lang immer arbeiteten, Steuern und Abgaben bezahlten, müssen dann für ihre unverschuldeten Krankheiten beim Arzt, Apotheker und Krankenkasse, auch als Rentner bezahlen. Da schreit niemand, die armen Kranken und Alten.

 

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