Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 14.11.2009

 

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Unentbehrliche Baracke wird ersetzt

Kernen. Der Gemeinderat hat in seiner Klausurtagung überraschend der Prioritätenliste ein weiteres Vorhaben zugefügt: den Neubau eines Pavillons in den Kirchgärten in "Rom". Von Hans-Dieter Wolz
 

Der bestehende Pavillon in den Kirchgärten diente einst, vor dem Bau des Rathauses, der Kämmerei als Büro. Nach dem Bau des Glaspalasts sollte er eigentlich verschwinden. Doch stattdessen wurde er Kindergarten, Versammlungsstätte, Jugendraum. Heute hat das Bürgernetz dort sein Büro, der Ortsjugendring bietet Kinderbetreuung und Internet-Café an. Der Pavillon scheint unentbehrlich, aber unverwüstlich ist er nicht. Er ist marode und ungehemmter Energieverbraucher.



Bei der zweitägigen Klausurtagung am vergangenen Wochenende in Stimpfach-Rechenberg fügte der Gemeinderat der Prioritätenliste bis zum Jahr 2014 ganz am Schluss noch den Neubau eines Pavillons an. Die Suche nach anderen Ersatzräumen ist gescheitert. Erste Planskizzen wurden in der Klausurtagung vorgestellt. Ein Nutzungskonzept soll in den nächsten Monaten entwickelt werden. Kinder- und Schülergruppen sollen dort weiterhin betreut werden. Ein Beschluss über den Neubau soll im Sommer 2010 erfolgen, kündigt Bürgermeister Altenberger an.



Auf 13 Millionen Euro Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister, was die Gemeinde bis 2014 bauen will, angefangen mit dem vor der Fertigstellung stehenden Kinderhaus in der Sonnhalde, gefolgt vom Bürgerhaus. Die Planungen für die Versammlungsstätte sollen im Gemeinderat am Donnerstag, 10. Dezember, präsentiert werden, sagt der Bürgermeister. Auf 18 Millionen Euro wird sich die Rücklage zum Jahresende mindestens noch belaufen, prognostiziert Kämmerer Achim Heberle. Die Chancen stehen also gut, dass das Geld für viele Vorhaben reicht. Vor dem Baustart stehen die Sanierung des Alten Pfarrhauses in Rommelshausen mit Umbau zum Polizeiposten und die Sanierung der Glockenkelter, für die das Regierungspräsidium die Baugenehmigung derzeit offenbar besonders genau prüft. Denn eigentlich war mit dem "roten Punkt" für die Baufreigabe jetzt zu rechnen gewesen.



Nach dem Auszug der Karl-Mauch-Schule aus der alten Schule kann diese zu einem Kinderhaus für Stetten umgebaut werden. Auch dafür sind die konkreten Planungen fast fertig. Sie stehen ebenfalls im Dezember auf der Tagesordnung. Verschoben ist dagegen der Beschluss über die Generalsanierung des Hallenbads. Obwohl in der Proritätenliste weit vorne, wartet der Gemeinderat jetzt noch die Sportentwicklungsplanung ab. Die soll im nächsten Frühjahr vorgelegt werden.



Altenberger nennt als weitere wichtige Aufgaben die Sanierung der verbliebenen Schulgebäude. Weitere öffentliche Gebäude mit erheblichem Sanierungsbedarf sind die Kindergärten Blumenstraße und Beethovenstraße. "In den nächsten Jahren sollen alle öffentlichen Gebäude, die einen erheblichen Sanierungsbedarf aufweisen, instand gesetzt werden", verspricht der Bürgermeister.



Was die Gemeinde neu baut, wird mit zusätzlichen jedes Jahr auftretenden Kosten zu Buche schlagen. Altenberger nennt etwa 150 000 bis 170 000 Euro pro Jahr als Folgekosten. Wenn die Verwaltung saniert, erwartet Altenberger aber, dass die Folgekosten tendenziell sinken werden. Die Sanierung des Alten Rathauses in Rommelshausen wurde zurückgestellt, bis das Notariat auszieht. Dies wird voraussichtlich 2016 der Fall sein.
 

14.11.2009 - aktualisiert: 14.11.2009 06:01 Uhr

 

 



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