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Bildungsdemo

Studenten protestieren in Stuttgart

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Foto: AP

Stuttgart - Tausende Studenten haben am Samstag in Stuttgart für bessere Studienbedingungen protestiert. In Bussen und Zügen reisten sie aus ganz Baden-Württemberg zu der landesweiten Aktion in die Landeshauptstadt an. Nach Polizeiangaben hatten sich rund 2500 Menschen - darunter auch Schüler und Gewerkschafter - an der Demonstration beteiligt. Die Veranstalter sprachen von 4000 Teilnehmern.

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Die Studenten forderten mit Plakaten wie "Bildung für alle - und zwar umsonst", "I'm on Streik" oder "Wir machen weiter - jetzt erst recht" mehr Mitbestimmung an den Universitäten und die Abschaffung der Studiengebühren. Am Hauptbahnhof in Stuttgart wurde ein meterlanges Banner ausgerollt.

Am Rande der Demonstration kam es zu vereinzelten Rangeleien und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Insgesamt nahm die Polizei zehn Personen vorläufig fest, die unter anderem gegen das Vermummungs- und Bewaffnungsverbot verstoßen hatten. Bereits im Vorfeld der Demonstration beschlagnahmten die Einsatzkräfte bei einem 16 Jahre alten Schüler einen Schlagring und bei einem 23 Jahre alten Studenten ein Klappmesser.

Kurz nach 15 Uhr entrollten zwei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren sowie eine 23 Jahre alte Frau auf dem Dach des Hauptbahnhofes ein Transparent. Gleichzeitig feuerten sie Leuchtraketen und Böller ab. Die drei Personen hatten während der Aktion ihre Gesichter mit Sturmhauben maskiert. Polizeibeamte nahmen die drei kurze Zeit später fest und beschlagnahmten das Transparent sowie die restlichen Böller und Leuchtraketen. Ein Richter ordnete Beseitigungsgewahrsam an.

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Gegen 15.20 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. In der Theodor-Heuss-Straße versuchten einige Demonstranten auf die Gegenfahrbahn zu gelangen. Als dies misslang, warfen sie Knallkörper in Richtung der Einsatzkräfte. Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt.

Am Wilhelmsplatz setzten sich zahlreiche Demonstranten auf die Straße, blockierten kurzzeitig den Verkehr und verschmutzten die Straße mit zahlreichen Flugblättern, so dass eine Kehrmaschine angefordert werden musste. Der Versammlungsleiter löste die Versammlung vorzeitig auf und die meisten Demonstranten verließen in Kleingruppen den Wilhelmsplatz.

Eine Gruppe von mehreren Hundert Personen ging geschlossen zurück in Richtung Rotebühlplatz. Auf Höhe der Kronprinzstraße hielt die Polizei den Zug an und forderte die Teilnehmer erneut auf, sich zu entfernen. Dabei trat ein unbekannter Mann einem Polizeibeamten gegen das Knie und verletzte ihn, so dass er seinen Dienst nicht fortsetzen konnte. Der Beamte setzte gegen den Angreifer Pfefferspray ein.

Seit Tagen beteiligen sich im ganzen Land Studenten am bundesweiten Bildungsstreik. An zahlreichen Universitäten halten derzeit Demonstranten Hörsäle besetzt, darunter auch den größten Hörsaal der Universität Stuttgart, der sich seit Montagabend fest in studentischer Hand befindet. Ein Sprecher des Aktionskomitees der Stuttgarter Universität sagte: "Wir machen weiter, bis unsere Forderungen erfüllt werden."

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dpa/lsw, pol

21.11.2009 - aktualisiert: 22.11.2009 18:09 Uhr

 



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