Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 28.11.2009

 

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Begegnungen der besonderen Art

Stetten. Zum 13. Adventsmarkt auf dem Gelände der Diakonie gehen die Besucher der Nase nach. Von Eva Herschmann
 

Tannenbäumchen und Lichter haben die Zeltstadt in der Diakonie Stetten in ein Weihnachtswunderland verwandelt. Den Weg in den romantischen Schlosshof und in die festlich geschmückten Gebäude rundherum haben die Besucher gestern mit Hilfe ihrer Nase gefunden.



Rund 150 Diakonie-Mitarbeiter und Bewohner standen mit Waren und Informationen bereit. Einen besonderen Helfer hatten die Stettener darunter. Ein blonder Engel mit Flügeln hat die Gäste willkommen geheißen. Jedem kleinen und großen Besucher hat der Engel ein papiernes Armband geschenkt mit den Worten: "Schön, dass Du da bist." Für Eberhard O. Brachhold, den Pressesprecher der Diakonie Stetten, machen solche Begegnungen den Reiz des Adventsmarktes aus. "Bei uns geht es nicht um Kaufrausch, sondern um Erlebnisse."



Die heimelige Atmosphäre hat auch viel mit Vertrautheit zu tun. Die Eisenbahn von Max Lucke, die er vor 20 Jahren für seine mittlerweile erwachsenen Kinder anschaffte und liebevoll hegt und pflegt, tuckerte wie in jedem Jahr über die Bühne in der Turnhalle. Daneben hatten die Remstal-Werkstätten ihre traditionellen Töpferwaren und Gewebtes aufgebaut. Die Gärtnerei verkaufte ihre begehrten Gestecke, Adventskränze und Weihnachtssterne. Im barocken Sommersaal drängten sich die Besucher um die Fotokarten aus der Umgebung, die Diakoniemitarbeiter Kurt Schmückle seit Jahren verkauft. Auch Heidi und Rainer Saborowski arbeiten im Schloss und hatten für den Adventsmarkt selbstgehäkelte Bärchen und Socken mitgebracht. Zum ersten Mal präsentierte sich das Berufliche Ausbildungszentrum Esslingen. Auf zwei Tischen breiteten sie Holzarbeiten - Vogelhäuser und Nistkästen - aus.



Während drinnen die Werkarbeiten der Wohngruppen und der Heilpädagogischen Förderung aufgebaut waren, spielten im Schlosshof Musikanten auf, einzeln mit Akkordeon oder Flöte, und gemeinsam wie die Remstalhorns, die ihre Alphörner vor dem La Salle und unterm Torbogen auspackten. Zu den Klängen mundeten die Berliner, die frisch aus dem Ofen kamen, und deren Duft sich neben dem von gebrannten Mandeln überall ausbreitete.


 

28.11.2009 - aktualisiert: 28.11.2009 06:03 Uhr

 

 



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