Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 28.11.2009
Fellbach. Statt Märchen aus 1001 Nacht gabs Shakespeares Sommernachtstraum bei der Bunten Bühne. Von Brigitte Hess
Die Handlung von Shakespeares Sommernachtstraum ist ebenso bunt und phantasiereich, wie es arabische Märchen sind. Drei Welten prallen in der Komödie zusammen: Die des Adels, der Handwerker und der Feen. Da die Liebe auch noch eine Hauptrolle spielt, sind Irrungen und Wirrungen nicht ausgeschlossen. Tragik und Komik lagen an diesem Abend nah beieinander und wurden von den jungen Akteuren köstlich in Szene gesetzt. Durch besonders theatralisches und vor allem komisches Talent fiel der junge Mann auf, der den Pyramus verkörperte. Sein inbrünstiges Spiel ließ ihn im Nu zum Publikumsliebling werden. Mit Efeuranken umkränzt und mit Blumenornamenten bemalt kamen die Elfen des Waldes auf die Bühne. Durch den wunderbaren Duktus der französischen Sprache bekam das Stück, das den meisten Zuschauern sicher nicht unbekannt war, einen zusätzlichen Reiz.
Den Sommernachtstraum hat das aus Fellbachs Partnerstadt Tournon stammende Théatre du Sycomore schon länger im Repertoire, die Besetzung war bei dieser Aufführung aber verjüngt: "Es sind fast alles neue junge Leute", sagte der künstlerische Leiter der Bunten Bühne und des Theaters im Polygon, Peter Hauser.
Zu ihren Anfangszeiten hatte sich die französische Truppe ausschließlich mit Shakespeare-Stücken befasst, inzwischen werden auch andere Autoren gespielt.
Alljährlich findet aber immer noch ein vom Théatre du Sycomore veranstaltetes interntionales Shakespeare-Festival in Tournon statt, das Theater im Polygon ist dort regelmäßig zu Gast.
28.11.2009 - aktualisiert: 28.11.2009 06:04 Uhr
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