Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 01.12.2009
Fellbach. Der "Deutsche Lehrerpreis" ist gestern in Berlin in Anwesenheit des Bundespräsidenten verliehen worden. Andreas Walker vom FSG wurde ausgezeichnet. Von Hans-Dieter Wolz
Gestern hat Bundespräsident Horst Köhler anlässlich der Preisverleihung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin engagierte Lehrerpersönlichkeiten und innovativen Unterricht gewürdigt: "Die Gesellschaft muss den Lehrern viel mehr Anerkennung und Respekt entgegenbringen." Es könne nicht sein, dass man "bei allem, was in der Bildungspolitik schief gegangen ist, diese Kritik auf die Lehrer ablädt". Heinz-Peter Meidinger, der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes sagte: "Dieser deutschlandweit größte Lehrerwettbewerb zeichnet Projekte und Lehrerpersönlichkeiten mit Vorbildcharakter aus. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag, die öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufs zu verbessern."
Der 51-jährige Andreas Walker war einer von 21 Pädagogen, die für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet wurden. In der Wettbewerbs-Kategorie "Schüler zeichnen Lehrer aus" haben etwa 1200 Schüler der Abschlussjahrgänge 2008 und 2009 besonders engagierte Lehrkräfte vorgeschlagen. Die Gewinner erhielten Geldpreise als Spende für ihre Schulen. Der Wettbewerb wird von den drei Initiatoren Vodafone Stiftung Deutschland, Deutscher Philologenverband (DPhV) sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) getragen.
Der Geehrte zeigte sich gestern nach der Feier beim abschließenden Ständerling beeindruckt von Bundespräsident Horst Köhler, der in freier Rede moderierte. "Das war schon eine Ehre, dass er da war." Für den Nachmittag hatte sich Walker noch einen Berlin-Rundgang vorgenommen: "Ich möchte die Friedrichstraße und den Alexanderplatz entlanglaufen, und auch das Holocaust-Denkmal und das Kanzleramt interessieren mich". Am Mittwoch wird er wieder in Fellbach unterrichten, zurück im Alltag gewissermaßen, nach der großen Freude über den Preis: "Ich fühle mich sehr gut nach den vielen schönen Worten, die die Preisträger bekommen haben."
Mark Speich, der Geschäftsführer Vodafone Stiftung Deutschland, begründet, warum ein solcher Preis wichtig ist: "Lehrer in Deutschland gehen ihrem Beruf in unseren Schulen mit großem Engagement nach. Damit dies auch unter zunehmend schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen so bleibt, brauchen Pädagogen endlich die öffentliche Anerkennung, die sie verdienen."
01.12.2009 - aktualisiert: 01.12.2009 06:01 Uhr
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