Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 03.12.2009
Saw 6
Was noch zu sägen wäre
Ein Versicherungsagent wird entführt, erwacht in einem Labyrinth und durchläuft fortan einen Parcours von Folterkammern - obgleich Killer Jigsaw bereits seit Teil drei der Serie tot ist, waren dessen postmortale Vorkehrungen derart reichhaltig, dass sogar Teil sechs dem Genre des "Torture Porn" alle Ehre macht. Wer die Reihe nicht von Anfang an mitverfolgt hat, ist allerdings auf verlorenem Posten. Der ständige Wechsel der Zeitebenen, das aggressive Sounddesign und die pulsierende Musik sind zu viel des Guten. Fehlende Spannung enttarnt die gezeigte Brutalität ein weiteres Mal als reinen Selbstzweck.
Wolfram Hannemann
03.12.2009 - aktualisiert: 03.12.2009 10:34 Uhr