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Lange Straße in Stuttgart

Deutschlands gefährlichster Zebrastreifen

Ein solches Hinweisschild sucht man an Deutschlands gefährlichstem Zebrastreifen vergeblich.
Foto: dpa

Stuttgart/München - Das Auffälligste an den 470 Zebrastreifen Stuttgarts war bisher immer, dass sie unauffällig waren. Das zeigte ein Test unserer Zeitung: Nur jeder dritte Autofahrer hielt an, wenn ein neunjähriges Mädchen über den Überweg wollte.

Jetzt aber sind die für viele Autofahrer unsichtbaren Fußgängerquerungen dem ADAC aufgefallen. Am Dienstag gab die Autofahrerorganisation bekannt, dass ein Zebrastreifen unter allen deutschen Testobjekten am schlechtesten abgeschnitten hat: ein Überweg im Bereich Lange Straße, gleich an der Partymeile Theodor-Heuss-Straße. Der Überweg sei für Autofahrer nur schlecht zu erkennen und deshalb für Fußgänger besonders gefährlich, urteilte der ADAC in seiner Bilanz.

Durchaus ein Makel: In 38 europäischen Großstädten waren 360 Fußgängerquerungen unter die Lupe genommen worden, davon 80 in deutschen Metropolen. Testverlierer: Lange Straße, Stuttgart.

Freilich vermögen Polizei und Stadtverwaltung die Note "bedenklich" nicht so recht nachzuvollziehen. Immerhin ist der kleine unauffällige und "besonders gefährliche" Zebrastreifen gar nicht so unsicher, wie es im Testbericht scheint. "In den letzten Jahren gab es dort keinen einzigen Unfall", heißt es. Darum gehe es auch gar nicht, sagt der ADAC, man wolle nur Schwachstellen aufzeigen. Allerdings müssen sich Autofahrer angesichts der Studie fragen, auf welcher Seite der ADAC steht: Der fordert nämlich "ausreichend lange Grünphasen für Fußgänger".

Immerhin ist für die Fußgänger tröstlich: Die Note "bedenklich" ist nicht die schlechteste Bewertung. Es gibt auch noch "mangelhaft". Wer noch gefährlicher über die Straße laufen will, dem sei vom ADAC Italien empfohlen. Besonderen Nervenkitzel gibt es über die Via San Carlo in Neapel oder die Via Palestro in Mailand.

Der Zebrastreifen an der Lange Straße/Ecke Theodor-Heuss-Straße soll der gefährlichste in ganz Deutschland sein - stimmt das? Oder kennen Sie kritischere Überwege in der Region?
 
 

 

Wolf-Dieter Obst

15.12.2009 - aktualisiert: 15.12.2009 19:34 Uhr

 


Lesermeinungen
17.12.2009 15:39
Autor: Egon Hopfenzitz

Sehr sehr gefährlich der Zebrastreifen vor dem Haus Jägerstraße 2 über die Jägerstraße. Die aus Richtung Pragfriedhof kommenden Pkws, meist schneller als 50 km/h erkennen den direkt nach der Abzweigung der Jägerstraße von der Heilbronnserstraße kommenden Zebrastreifen trotz des Hinweisschildes meist zu spät und kommen, wenn überhaupt, erst auf dem Zebrastreifen zum Halten. Eine Verlegung des zebrstreifen wie früher in Richtung Katharinenhospital wäre eine gute Lösung.


 

16.12.2009 14:28
Autor: Martin Wieland

Es gibt nicht nur gefährliche Zebrastreifen auch gefährliche Straßenausfahrten die Fahradwege kreuzen. Beispiel Kirchheimerstr. /Trossingerstr. in Stuttgart-Sillenbuch. Dort kreuzt der Fahradweg die Ausfahrt der Trossingerstr. Die Fahradfahrer rasen dort von der Ruhbank kommend ohne Rücksichtnahme da sie Vorfahrt haben auf die ausfahrenden Autos aus der Trossingerstr. Fast täglich kann man da extreme kritische Abläufe sehen. Es gab auch schon mehrfach Kollisionen. Dort müßte dringend eine Regeling für die Fahrradfahrer eingerichtet werden, z.B. ein Z-Gang.

 

16.12.2009 11:54
Autor: Hermann Hieber

Ich kenne den Fußgängerüberweg "Lange Str."; benutze ihn regelmäßig und fühle mich dabei nicht unwohler als bei anderen.
In Wurmberg im Enkreis gibt es einen Zebrastreifen am Ortseingang von Wimsheim kommend-in der Dämmerung oder bei Nacht ist dieser Überweg viel gefährlicher (Vorfahrt achtende Autos verdecken nach links die Sicht).

 

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