Artikel aus der Filder Zeitung vom 16.12.2009

 

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IT-Dienstleister behauptet sich trotz Krise

Filderstadt. All for One Midmarket AG baut auf fachliche Kompetenz und den bewährten Branchenfokus. Von Ursula Vollmer
 

Des einen Freud", des andern Leid: Während viele Mittelständler durch die Krise nachhaltig gebeutelt werden, konnte die in Filderstadt ansässige All for One Midmarket AG gegen den Trend zulegen. Stefan Land, Finanzvorstand des IT-Komplettdienstleisters für SAP, bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz: "Unser Geschäftsmodell ist robust. Das Vertrauen in unsere Fähigkeiten konnte selbst in fallenden Märkten weiter gestärkt werden." Das schlägt sich im Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis September 2009 in harten Zahlen nieder: All for One steigerte seinen Umsatz um drei Prozent auf 54,7 Millionen Euro. Die Erlöse aus dem Outsourcing-Bereich sind im selben Zeitraum sogar um 22 Prozent auf 21 Millionen Euro geklettert; damit entfallen 38 Prozent des Umsatzes auf dieses Segment.



All-for-One-Kunden finden sich vor allem in den Geschäftsfeldern Maschinenbau und Autozulieferung - Industriezweige, die besonders hart getroffen wurden. Doch darin liegt nach den Worten des Finanzvorstands auch eine Chance: Viele Unternehmen seien unter dem Kostendruck zur Einsicht gelangt, dass sich das Auslagern wiederkehrender Verwaltungsvorgänge kostendämpfend auswirken könne. Auch der Aspekt der Datensicherheit, die im eigenen Haus durchaus nicht immer gewährleistet sei, trage zum Wachstum des Outsourcings bei. Daneben umfasst das Leistungsspektrum der All for One Midmarket AG sämtliche SAP-Branchenlösungen, die in modernen Hochleistungs-Rechenzentren im "sieben-mal-24-Stunden-Betrieb" erarbeitet und gepflegt werden. Nach eigenen Angaben betreut der Komplettdienstleister schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 1000 mittelständische Kunden.



Das Geschäftsjahr wird künftig in Abweichung vom Kalenderjahr jeweils am 1. Oktober beginnen. Diese Umstellung wurde für die Midmarket AG deshalb notwendig, weil die Muttergesellschaft Beko Holding AG mehrheitlich von der Cross Industries AG übernommen wurde - und deren Geschäftsjahr am 30. September zu Ende geht. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 beträgt der Gewinn vor Steuern 0,8 Millionen Euro (neun Monate 2008 im Vergleich: 0,2 Millionen Euro). Die AC-Service AG ist in diesen Zahlen nicht mehr enthalten. Die Beteiligung an der Schweizer Gesellschaft ist zum 1. September veräußert worden.



"Es wird weiter schwierig bleiben", sagte Stefan Land. Trotz aktueller Krise ein Plus erwirtschaftet zu haben, werte aber das Konzernergebnis noch weiter auf. Immerhin vermochte der Finanzvorstand in seinem Ausblick ein "schwaches Licht im Tunnel" auszumachen. Die "eingeschworene Beratermannschaft", das bewährte Geschäftsmodell und der klare Branchenfokus lasse auch für das kommende Geschäftsjahr einen leichten Umsatzanstieg erwarten.


 

16.12.2009 - aktualisiert: 16.12.2009 06:04 Uhr

 

 



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