Polizeiinspektor Peter Glebski verbringt seinen Winterurlaub in den Bergen. Seine Wahl fällt auf das einsam gelegene Hotel Zum verunglückten Bergsteiger. Bereits kurz nach seiner Ankunft verschüttet eine Lawine den einzigen Zufahrtsweg, und alle Gäste sind von der Außenwelt abgeschnitten. Natürlich dauert es nicht lange, bis das erste Mordopfer entdeckt wird und der Inspektor alle Hände voll zu tun hat, um den Fall zu lösen.
"Das Geheimnis des Berghotels" lehnt sich an den Roman von Arkadi und Boris Strugatski mit dem Titel "Hotel Zum verunglückten Bergsteiger" an. Die beiden russischen Brüder haben zusammen viele Romane geschrieben und gelten als die bedeutendsten Autoren der sowjetischen Fantastik.
Zurück zum Spiel: Der Inspektor - und mit ihm also der Spieler - ist bei der Lösung des Falls auf sich allein gestellt. Hilfe von außen wird es nicht geben. Das Hotel bietet gemütliche Zimmer, eine gut ausgestattete Bibliothek, die Kaminecke und eine verschneite Veranda mit Bergblick. Der Spieler kann das gesamte Gebäude vom Dachboden bis zum Vorratskeller frei erforschen. 120 Schauplätze bietet das Spiel insgesamt, die grafisch sehr ansprechend gestaltet sind. Die Schneeflocken rieseln so schön, dass einem vor dem Bildschirm beinahe der Atem gefriert.
Es gibt allerdings auch Kritikpunkte. Das Abenteuer wird - wie bei Pint-and-click-Adventures üblich - allein mit Mausklicks gesteuert. Das ist auch für Einsteiger leicht zu bewältigen. Leider ist die Suche nach Gegenständen und Informationen etwas mühsam, da der Bildschirm beinahe pixelgenau untersucht werden muss. Viele Dialoge sind nicht sehr hilfreich, der Mord geschieht erst spät im Spiel, und das Ende wirkt etwas konstruiert. "Das Geheimnis des Berghotels" bietet eine interessante Geschichte, aber es hat auch viele schwächere Passagen.
"Das Geheimnis des Berghotels", Deep Silver, 30 Euro, ohne Altersbeschränkung, Voraussetzungen: PC, 2 GHz, 512 MB Ram, Win XP oder Vista.
Bewertung: 3 von 5 Sterne