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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 31.12.2009

The Stepfather

Ein vorhersehbares Horror-Remake ohne psychologische Tiefe

Das ist der Horror: Ein Mensch dringt ins Leben anderer ein, erschleicht sich Vertrauen und zerstört alles. Nach diesem Muster funktioniert Nelson McCormicks ("Prom Night") Remake eines Horrorfilms aus den 1980er Jahren, das weniger Finesse und psychologische Tiefe hat als das Original. Kein Wunder: Drehbuchautor und Produzent J. S. Cardone hat bereits zig Bücher dieser Art verfasst.

Susan ist frisch geschieden und lebt mit zwei Kindern in einem typischen US-Vorort, als sie den Witwer David kennenlernt. Beide fackeln nicht lange, David zieht ein, und Susan plant die Hochzeit. Doch dann kommt Sohn Michael von der Militärschule zurück, und ihm kommt der neue Stiefvater nicht ganz echt vor. Wie recht er hat, weiß der Zuschauer bereits ganz zu Beginn, als David im ganz wörtlichen Sinne über Leichen geht. Der Rest plätschert wenig überraschungslos vor sich hin mit vorhersehbaren, reißerischen Schockeffekten und ohne den wohlig-schaurigen Gänsehauteffekt eines Psychothrillers. Weder Musik noch Kameraführung können über die flach inszenierte Story hinwegtrösten, die Figuren wirken wie Abziehbilder aus einer schlechten US-Serie, die dümmlich in jede noch so offensichtliche Falle tappen. Das immerhin ist richtig gruslig.
 

Eva Maria Schlosser

31.12.2009 - aktualisiert: 31.12.2009 09:50 Uhr

 


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