Wie in unserer Silvesterbeilage versprochen, kommen wir heute einer Bitte von Leser Manfred Gugel aus Nürtingen nach. Dieser hatte angefragt: "In meiner Jugendzeit wurde immer wieder der Ausdruck verkassematukla verwendet. Ich bitte um Verdeutschung!"
Unser Sprachforscher Roland Groner ist im Buch "Etymologie des Schwäbischen" von Hermann Wax fündig geworden. Dort wird verkassematukla oder, wie er schreibt, vrkasåmaducklå folgendermaßen übersetzt: "jemanden hochnehmen, auseinandernehmen, auf den Arm nehmen, verschlingen". Als Quelle für diese Lesart wird Gerhard Widmanns "Schwäbisch vom Blatt für Schwaben und andere" angegeben.
Es existiert - allerdings ohne Quellenangabe - auch eine gewalttätigere Übersetzung, nämlich: "jemanden herrichten, verschlagen, verprügeln; (ein Mädchen) vernaschen".
Später wurde Roland Groner noch an anderer Stelle fündig: "Soeben stelle ich fest, dass das Wort verkasematuckeln sogar im deutschen Wortschatz seinen Platz hat. Im Duden ,Deutsche Rechtschreibung' findet man diesen Begriff mit folgender Bedeutung: ,umgangssprachlich für verkonsumieren; genau erklären'."
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