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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 14.01.2010

Friendship!

Befreite Kommunisten

Produzent Tom Zickler, der als Til Schweigers Partner Filme wie "Knockin' on Heaven's Door" oder "Keinohrhasen" in die Kinos brachte, verfolgt nun mit "Friendship!" ein Projekt, das an eigene Erfahrungen anlehnt. Als Koproduzenten konnte Zickler Quirin Berg und Max Wiedemann ("Das Leben der Anderen") gewinnen, das Drehbuch schrieb Oliver Ziegenbalg.

Doch trotz geballter Professionalität und Erfahrung bleibt der Film als Komödie wie als Abenteuer- und Roadmovie eher lau und reichlich überraschungslos. Im Mittelpunkt stehen Tom (Matthias Schweighöfer) und Veit (Friedrich Mücke). Die beiden Freunde erleben den Fall der Mauer, und ihr Enthusiasmus, inspiriert vom "Begrüßungsgeld", führt sie nach San Francisco, USA. Die beiden trampen durch die Lande, begegnen coolen, ausgeflippten und hilfsbereiten Leuten, erleben heikle Situationen und lernen so eine andere - eben amerikanische - Welt kennen.

Das hätte spannend und aberwitzig werden können, doch der Zusammenprall der Kulturen geschieht platt und unglaubwürdig. Das fängt damit an, dass die beiden an der amerikanischen Passkontrolle als Nazis bezeichnet werden, weil sie Deutsche sind, und sie antworten, sie seien "Free Communists", und es geht weiter mit Striptease-Einlagen als angebliche Russen oder dem improvisierten Verkauf von Mauerresten. Die Bilder und Einstellungen sind bekannte Imitate - "Thelma and Louise" oder "Ganz oder gar nicht" lassen grüßen.
 

Eva Maria Schlosser

14.01.2010 - aktualisiert: 14.01.2010 12:02 Uhr

 


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