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Villa Franck

Von der Kaffeevilla ins Kesselhaus

"Des Menschen Geist, der Kohle Kraft, in treuer Arbeit Großes schafft." So steht es in alten Lettern über dem Kesselhaus in Trossingen. Zwar ist das ehemalige Kraftwerk der Firma Hohner schon lange nicht mehr in Betrieb - mittlerweile werden die weltbekannten Mund- und Ziehharmonikas zu einem großen Teil in Asien produziert. Aber eingeheizt wird in dem denkmalgeschützten Bau noch immer. Denn inzwischen ist das Kesselhaus in ein Kulturzentrum umgewandelt worden. Seit 2002 sind dort Blues, Jazz und andere Klänge zu hören. Während die übrigen Fabrikgebäude weitgehend abgerissen wurden, blieb das Kesselhaus erhalten und wurde unter anderem mit Mitteln der Denkmalstiftung Baden-Württemberg restauriert.

Zur Feier ihres 25-jährigen Bestehens in diesem Jahr hat sich die Stiftung, die seitdem mehr als tausend Objekte gefördert hat, etwas Besonderes ausgedacht. In zwölf dieser Bauwerke soll in diesem Jahr Musik erklingen. Dazu auserkoren wurden die Stuttgarter Saloniker, die je nach Bedarf in kleiner oder großer Besetzung aufspielen. Auch sie haben eine besondere Verbindung zur Denkmalstiftung. Ihr verdanken sie nämlich ihr Domizil in Murrhardt, die Villa Franck.

Dort hatte sich der Ludwigsburger Kaffeefabrikant Robert Franck vor über hundert Jahren eine Sommerresidenz bauen lassen. Die 20-Zimmer-Jugendstil-Villa wechselte seither mehrfach ihren Besitzer. Seit 2003 finden dort Konzerte und Ausstellungen statt.


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Maria Wetzel

22.01.2010 - aktualisiert: 22.01.2010 18:21 Uhr

 



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