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Artikel aus der Kornwestheimer Zeitung vom 25.01.2010

 

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Kornwestheim feiert seine Sieger

Kornwestheim In der Aula des Ernst-Sigle-Gymnasiums hat Oberbürgermeisterin Ursula Keck die erfolgreichen Meisterschaftsteilnehmer des vergangenen Jahres geehrt. Von Werner Waldner
 

Molly fand"s zum Gähnen langweilig. Womit sie allerdings die Einzige gewesen sein dürfte. Die Kultur- und Sportlerehrung am Freitagabend in der Aula des Ernst-Sigle-Gymnasiums erwies sich als unterhaltsame Veranstaltung mit einem Unterhaltungsprogramm, das, sieht man einmal von Moderator Michael Branik ab, "made in Kornwestheim" war. Aber selbst der SWR-Dampfplauderer Branik fühlt sich mittlerweile als halber Kornwestheimer. Bereits im vergangenen Jahr hatte er die Veranstaltung moderieren dürfen, und so traf er in diesem Jahr auf eine Reihe von "alten Bekannten".



Mit Molly hatte Branik bisher allerdings noch nicht das Vergnügen. Die acht Jahre alte Hündin gehört zu Anita Gamm, für die die Kultur- und Sportlerehrung fest zum Jahresprogramm gehört. Bereits zum 26. Mal wurde die Hundesportlerin ausgezeichnet, die damit am Freitagabend die Teilnehmerin mit den meisten Ehrungen war. Molly durfte mit auf die Bühne - und gähnte gleich zweimal, so dass der Moderator den Vierbeiner ermahnen musste: "Aber so langweilig ist"s nun auch nicht."



Wie am Fließband zeichnete Oberbürgermeisterin Ursula Keck die 76 erfolgreichen Meisterschaftsteilnehmer aus, von denen aber nicht alle gekommen waren. Rechts rauf auf die Bühne, Medaille, Urkunde und einen City-Gutschein als Dankeschön in Empfang nehmen, und links wieder runter - die Verteilung nahm nicht viel Zeit in Anspruch. Ab und zu griff sich Michael Branik einen Geehrten heraus und führte kleine Interviews. So berichtete Karatekämpfer Sascha dos Santos Coelho, dass er viel Zeit in den Sport investiere und sich über die Ehrung sehr freue. Trainer Alexander Richling nahm die Preise für sämtliche Leichtathleten entgegen, die sich auf die baden-württembergischen Landesmeisterschaften vorbereiteten. Dem Inliner Michael Glatzl entlockte Branik, dass er sich "mindestens schon zehnmal" auf die Nase gelegt hat. Und Marianne Dachtler vom Akkordeon-Orchester, dem die Vereinsehrung zuteil wurde, gab sich überaus ehrlich und berichtete von Nachwuchssorgen - weniger im Kinder- und Jugendbereich als vielmehr bei erwachsenen Spielern.



Oberbürgermeisterin Ursula Keck hatte sich in ihrer kurzen Ansprache für das Engagement der Sportler bedankt. Die Vereine seien ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Wer sich engagiere, der habe auch eine Vorbildfunktion und zeige den nachwachsenden Generationen, dass es sich lohne, für Kultur und Sport tätig zu sein. Sie hob aber auch hervor, wie viel die Stadt für die Vereine tue und wie sie sich mit der Kindersportschule und der Städtischen Musikschule für den Nachwuchs einsetze.



Das Programm gestalteten Aktive des SVK, der Städtischen Orchester und der Narren-Ober-Liga, für die Verpflegung sorgte der ASV. Ein Bläserensemble der Städtischen Orchester gestaltete mit Dixieland den musikalischen Auftakt, die Turnerinnen des SVK ernteten für ihre Sprünge und Überschläge viel Beifall. Das galt auch für die Jazzdance-Crew des SVK, die ihr neues Programm zeigte, an dem sie rund ein Jahr gearbeitet hat. Die Trainerinnen und Tanzmariechen der NOL-Tanzgarden präsentierten ein Programm zu Melodien aus den verschiedenen Musicals, das Bürgermeister Dietmar Allgaier von der Bühne aus verfolgen durfte. Er wurde kurzerhand als Statist ins Programm miteinbezogen. Auf Oberbürgermeisterin Ursula Keck kommen im nächsten Jahr große Aufgaben zu. Sollte er noch einmal als Moderator verpflichtet werden, versprach Branik zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung, wolle er mit der OB einen Walzer tanzen. Und während Marcus Gessl, Vorsitzender des Stadtverbands für Sport, im Namen der beiden Dachverbände für den Abend dankte, lag Molly schon unter dem Tisch und machte ein Nickerchen. Die Ehrung hatte sie wohl doch sehr mitgenommen.





Info Bei der Kultur- und Sportlerehrung zeichnet die Stadt die Meisterschaftsteilnehmer aus, die mindestens auf württembergischer Ebene einen vorderen Platz errungen haben. Voraussetzung: Der Verein, für den gestartet wird, muss dem Stadtausschuss für Sport und Kultur oder dem Stadtverband für Sport angehören. "Freischaffende Künstler" oder Kornwestheimer, die für andere Vereine starten, sind von der Ehrung ausgeschlossen.


 

25.01.2010 - aktualisiert: 25.01.2010 06:20 Uhr

 

 




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