Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 13.02.2010
Handball Der SV Fellbach findet einen Nachfolger für den scheidenden Anführer Harald Beilschmied. Dem neuen Vordenker wird Jörg Berger als Co-Trainer zur Seite gestellt. Derweil haben die ersten Spieler für die kommende Runde zugesagt. Von Markus Merz
Mit welchem Kader Frieder Hansen in die nächste Runde gehen wird, ist noch nicht vollständig geklärt. Einige Zusagen gibt es aber schon. So werden Stefan Doll, Marcel Schilling, Lars Neuffer, Oliver Gomes und Tobias Steigerwald weiterhin für den SV Fellbach auflaufen. Der Verbleib von Sascha Hartl und Julian de Boer ist dagegen fraglich. Vor allem Letztgenannter hat scheinbar mehrere Optionen. "Darunter auch ein höherklassiges Angebot", sagt Hans Ulmer, der Manager der Fellbacher Handballer, der Frieder Hansen als seinen "Wunschkandidaten" bezeichnet. Allerdings wird der Rechtshänder, der mit reichlich Erfahrung in der Regionalliga und in der Baden-Württemberg-Oberliga (SKV Oberstenfeld, HSV Hockenheim, TSV Birkenau) ausgestattet ist, nicht als Spielertrainer fungieren: "Nein, ich werde definitiv nur als Trainer arbeiten." Zum SVF ist der designierte Nachfolger des Österreichers Harald Beilschmied übrigens über den Lehrerkollegen Thilo Burkert gekommen. Der ehemalige Fellbacher Handballer half bei der Suche nach einer Anlaufstelle zur aktiven Freizeitgestaltung - und empfahl Frieder Hansen im Oktober die Vertretung des SVF in der Baden-Württemberg-Oberliga.
Unabhängig von der Ligazugehörigkeit will Frieder Hansen in der kommenden Runde vermehrt Jugendspieler integrieren. Jugendspieler wie Moritz Schäfer. Dennoch soll nach dem feststehenden Abgang von Damir Marjanovic (TSB Horkheim, wir berichteten) und einem möglichen Wechsel von Cedric Coudoro (Frieder Hansen: "Bei ihm ist noch alles offen") der eine oder andere externe Zugang geholt werden. Damit die erste Trainerstation des Novizen auch gleich ein Erfolg wird. Dazu war es dem Sport- und Biologielehrer wichtig, dass ihm in Jörg Berger ein langjähriger Fellbacher Handballer zur Seite gestellt wird: "Er kennt die Strukturen der Abteilung und kennt das Umfeld. Das erleichtert mir die Arbeit." Sein Beruf als Lehrer sei dagegen kaum vergleichbar mit den Aufgaben als Trainer beim SV Fellbach: "Da liegen Welten dazwischen." Ganz im Gegensatz zu den Ansichten von Frieder Hansen und Jörg Berger ("Das hat gleich gepasst"), die nun gemeinsam auf den Klassenverbleib hoffen - für eine Zukunft in der Baden-Württemberg-Oberliga.
13.02.2010 - aktualisiert: 13.02.2010 06:07 Uhr
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