Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 04.03.2010
Männer, die auf Ziegen starren
Meditation als Kriegswaffe
Eine geheime Armee-Einheit langhaariger Hippies soll mit Stirnband, Joint und Meditationstechniken in offiziellem Auftrag daran gearbeitet haben, die Kriegsführung zu revolutionieren und den Vietnamkrieg zugunsten der USA zu drehen. Die stärkste Geheimwaffe: den Feind so lange anstarren, bis er tot umfällt, was angeblich an Ziegen erprobt worden sein soll.
Die Grundidee ist amüsant, und Regisseur Grant Heslov hatte ein großes Staraufgebot zur Verfügung, doch eines hat ihm gefehlt: eine Geschichte. So brilllieren George Clooney und Jeff Bridges als durchgeknallte Hippie-Veteranen, die nun im Irak zu Hilfe gerufen werden, Ewan McGregor spielt den staunenden Journalisten, der vom Charisma der alten Kämpen infiziert wird, und Kevin Spacey ist wunderbar als übler Querulant, der die Einheit autoritär umkrempeln möchte. Das ist durchaus erheiternd, läuft mangels Handlung aber ins Leere.
Was bleibt sind, Insidergags wie dieser: "Was ist ein Jedi?", fragt Ewan McGregor.
Bernd Haasis
04.03.2010 - aktualisiert: 04.03.2010 10:44 Uhr