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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 12.03.2010

Teufelskicker

Auch Lu-Lu-Lukas Podolski hilft nicht weiter

Zwölf Bücher und Hörspiele hat Frauke Nahrgang ihrem jungen Publikum beschert. Nun kommt der Film dazu ins Kino: Weil Moritz' Eltern sich getrennt haben, muss er mit seiner Mutter in eine andere Stadt zu seinem brummigen Großvater ziehen. Blöd nur, dass der ansässige Fußballverein ausgerechnet jener seines Widersachers ist. Doch der begeisterte Fußballspieler findet unerwartet an seiner neuen Schule Mitspieler. Als im Ort ein Turnier ausgetragen wird, treten sie an - als "Teufelskicker". Was anders ist als bei den "wilden Kerlen"? Die Teufelskicker bieten für die leicht ältere Zielgruppe rasante Stunts, betreibt doch ein Teil der Truppe einen Parcour über Schuldächer und Industrieanlagen. Als zusätzliches Schmankerl gibt es einen Gastauftritt von Philipp Lahm und Lukas Podolski. Weitere bekannte Gesichter wie jene von Armin Rohde, Benno Führmann und Reiner Schöne sind zu sehen. Die jungen Protagonisten rekrutieren sich aus Laien und Jungdarstellern sowie der Teenie-Band Apollo 3. So weit, so gut, auch wenn die Föhnfrisur selbst beim härtesten Stunt noch sitzt. Doch die rasant erzählte Story lässt zu viel unkommentiert, macht möglich, was kaum möglich ist, und stellt damit die Teufelskicker auf ein wackeliges, fragwürdiges Podest. Sie spielen im Kaufhaus in der Porzellanabteilung Fußball und flitzen am helllichten Tag über Autodächer - unter allgemeiner Bewunderung der Erwachsenen. Schöne Ideen, rasant aus spektakulären Perspektiven gefilmt - aber für ein junges Publikum geeignet, dass doch allzu gern seine Helden imitiert?
 

Eva-Maria Schlosser

12.03.2010 - aktualisiert: 12.03.2010 11:08 Uhr

 


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