Artikel aus Strohgäu Extra vom 22.03.2010
Basketball Die Gerlinger Frauen feiern die Regionalliga-Meisterschaft, die Männer bleiben in der Landesliga. Von Andreas Klingbeil
Gerlingen - Schorndorf 75:66 (35:34)
Auch ein angeschlagener Paul Howard ist für die KSG Gerlingen Gold wert. Der 41-Jährige war einmal mehr Garant dafür, dass die Mannschaft am Ende doch noch die Oberhand behielt. Obwohl Howard verletzungsbedingt gar nicht richtig antreten konnte, zeichnete er sich mit 30 Punkten erneut als treffsicherster Schütze aus. Mit wichtigen Körben aus der Distanz hielt er die Mannschaft im Spiel, und im letzten Viertel hatte er von der Freiwurflinie eine nahezu hundertprozentige Quote. Von zwölf Versuchen landeten elf im Ring.
Die KSG Gerlingen musste lange um den Klassenverbleib zittern. Die Gäste aus Schorndorf, die ebenfalls nur mit einem Sieg sicher in der Liga geblieben wären, agierten zunächst etwas gelassener. Den Gastgebern gelang es nicht, das Spiel unter den Korb zu bringen, um dort die Längenvorteile ausspielen zu können. Vielmehr war es immer wieder Michael Klingler, der sich die Rebounds holte. Schorndorf lag zwischenzeitlich mehrfach zurück, kämpfte sich aber immer wieder heran. Nach einem 11:17 hieß es vor dem zweiten Viertel 19:19. Den 21:27-Rückstand verkürzten sie bis zur Pause auf 34:35. Das dritte Viertel entschieden sie sogar mit 15:14 für sich. Als die KSG im letzten Durchgang aus dem 49:49 in den ersten drei Minuten eine 60:52-Führung machte, kamen die Gäste nicht mehr entscheidend näher.
Der Aufsteiger aus Gerlingen hat damit seine Aufholjagd nach schwacher erster Saisonhälfte mit dem Klassenerhalt gekrönt. Mit nur zwei Siegen aus elf Partien lag das Team von Trainer Miroslav Zujevic, der die Mannschaft auch in der kommenden Saison betreuen wird, scheinbar aussichtslos hinten. In der Rückrunde entschied die Mannschaft nun sieben Spiele für sich.
KSG Gerlingen: Sonnleitner, Geng, Kürschner (3), Muckrasch (2), Tokas (20), Catinello (8), Mischur (4), Albrecht (8), Howard (30).
Regionalliga Südwest-Süd, Frauen
Gerlingen - BV Linkenheim 63:52 (21:19)
Es dauerte ein Weilchen, ehe die KSG-Frauen noch einmal so richtig jubelten. Der ungefährdete Sieg gegen den Tabellenletzten war nur Formsache. Doch nachdem der bisherige Spitzenreiter aus Heidelberg in Möhringen verloren hatte, mussten erst die Schiedsrichter des Männerspiels in der Pause für Klarheit sorgen, wer von den beiden punktgleichen Teams nun den Meistertitel errungen hatte. Weil der direkte Vergleich unentschieden ausgegangen war, gab die bessere Korbdifferenz den Ausschlag zugunsten der Gerlingerinnen. Die werden nun in dieser Woche entscheiden, ob sie an den Aufstiegsspielen zur Zweiten Bundesliga teilnehmen werden. Weiter trainieren müssen sie sowieso, da am 25. April in eigener Halle noch das Pokalendspiel des Basketballverbandes Baden-Württemberg gegen den Regionalliga-Vizemeister SG Heidelberg/Kirchheim auf sie wartet. Mit einem Sieg könnte sich das Team von Trainer Klaus Nickl dann für den Wettbewerb auf Bundesebene qualifizieren.
KSG Gerlingen: Callies (14), Gazova, Guggenmos (2), Langner (3), Liebau (5), Müller (11), Rexer (9), Schrempf (5), J. Wultschner (12), K. Wultschner (2).
22.03.2010 - aktualisiert: 22.03.2010 06:03 Uhr
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