Artikel aus Strohgäu Extra vom 22.03.2010

 

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Bürgerverein diskutiert mit Stadträten

Leonberg Mitglieder bestätigen Klaus Hettler als Vorsitzenden.Von Barbara Bross-Winkler
 

Nicht immer sind die Erfolge für die Mitglieder des Eltinger Bürgervereins so schnell und deutlich sichtbar wie bei der Bekämpfung des Indischen Springkrauts oder der Einrichtung neuer Insektenhotels. Meist mahlen die Mühlen langsamer und so stehen manche Wünsche viele Jahre auf der To-do-Liste des Vereins. Das wird sich mit der klammen Haushaltslage der Stadt kaum ändern. So hat der im Amt bestätigte Vorsitzende des Bürgervereins, Klaus Hettler, am Ende der Jahreshauptversammlung feststellen müssen, dass die sanierungsbedürftige Carl-Schminke-Straße im Haushaltsplanentwurf nicht aufgeführt ist. Dabei war sie nur eines der Themen, die an diesem Abend im Eltinger Hirsch zur Sprache kamen. Schwerlastverkehr, schlechte Luft, die endlose Geschichte der S 60, der Zustand der Eltinger Straßen und die Haushaltskrise: All dies sprach Klaus Hettler in seinem Bericht an. Er schlug zudem eine Schwerpunktsitzung des Gemeinderats zum Thema "Lärm" vor. Für die 25-köpfige Umweltgruppe berichtete Walter Hartmann von einem erfolgreichen Jahr.



So habe die Gruppe Wildbienenhotels gebaut und Nistkästen gereinigt. Auch eine Baumpflanzaktion habe auf der Agenda gestanden, weiterhin baggerten die Ehrenamtlichen den Oberen Teichelsee aus, wie Hartmann berichtete. 25 Jahre hat Peter Pfitzenmaier Erfahrung im Kreistag gesammelt, 17 Jahre davon als Fraktionsvorsitzender der SPD. Wer könnte daher besser als er der Klage von Bürgern und Bürgermeistern über Abgaben an den Landkreis begegnen. "Was macht der Kreis mit dem Geld?", lautete daher der Titel seines Vortrags, in dem er seinen Zuhörern augenzwinkernd und ein wenig zugespitzt vorrechnete, dass viel Geld, das zu verschwinden scheint, in Wahrheit nach Leonberg zurückfließt. Mehr als 370 000 Bürger leben im Landkreis Böblingen, etwa jeder achte ist aus Leonberg. Die derzeitige Kreisumlage von 36, 2 Prozent, so fürchtete Pfitzenmaier, dürfte in zwei Jahren wieder bei 40 Prozent liegen. Der Kreishaushalt finanziert sich zum größten Teil über die Umlage.



52 Prozent des Kreishaushalts fließen in soziale Aufgaben, jeweils rund zehn Prozent in den Öffentlichen Personennahverkehr plus Schülerbeförderung sowie Schulen und Kultur. Jeder Leonberger zahle hochgerechnet 413 Euro pro Jahr in die Kreiskasse - insgesamt sind es knapp 19 Millionen Euro -, die Weissacher müssen immerhin 3210 Euro pro Einwohner berappen. Doch die Leonberger haben einiges zurückbekommen, wie Pfitzenmaier vorrechnete: So flossen in den vergangenen Jahren 8, 6 Millionen Euro in die verlängerte Südrand- und Brennerstraße, 5, 6 Millionen in die Kreisstraße Rutesheim - Höfingen, gut 15 Millionen Euro in die Erweiterung und Sanierung des Berufsschulzentrums. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Vereinsmitglieder die Gelegenheit, mit den anwesenden Gemeinderäten Elke Staubach (CDU) und Bernd Murschel (Grüne) wunde Punkte zu diskutieren - wie die "gesalzenen Feldwege", die Friedhofserweiterungen und den Wertstoffhof.


 

22.03.2010 - aktualisiert: 22.03.2010 06:04 Uhr

 

 



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