Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 15.04.2010
Black Forest
Grusel im Schwarzwald
Zwei junge Paare machen Urlaub in einer abgelegenen Hütte mitten im Schwarzwald. Freiwillig verzichten die vier dabei auf Handys und Fernseher. Die anfängliche Idylle wird jedoch jäh zerstört, als die Gruppe einen versteckten TV-Apparat entdeckt. Der hat es in sich: Er liefert nur Trugbilder. Hoch anzurechnen ist den Filmemachern, dass sie sich tatsächlich an eine Genreproduktion wagen - eine Seltenheit im deutschen Film. Alles Weitere enttäuscht. Denn Schwabens Antwort auf das "Blair Witch Project" liefert schlecht ausgeleuchtete, kontrastarme Bilder, die an billige Amateurproduktionen erinnern. Die Verfasser des Drehbuchs waren zu sehr mit amerikanischen Vorbildern beschäftigt, um eigene Ideen entwickeln zu können, und bis auf den laienhaften Förster wirken die Darsteller allzu künstlich. Übertüncht wird das Ganze mit brachialem Vogelgezwitscher und unpassender Filmmusik.
Wolfram Hannemann
15.04.2010 - aktualisiert: 15.04.2010 13:00 Uhr