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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 05.08.2010

Freche Mädchen 2

Verlierer im Hormonkrieg

Erwachsenwerden ist Mist: Mila liebt Markus, zweifelt aber daran, ob er nicht ein bisschen in die schöne Vanessa verknallt ist. Ganz anders ergeht es Kati. Die muss sich zwischen dem naiven Tobi und dem smarten Robert entscheiden. Und weiter dreht sich das Liebeskarussell, bis es bei Hanna stehen bleibt. Die ist mit Branko glücklich, wenn er nicht so schonungslos ihre Musikkarriere antreiben würde. Und dann kriegen sich die frechen Mädchen auch noch in die Haare.

Alles schon mal gesehen? Nicht verwunderlich: Was die Regisseurin Ute Wieland hier auf die Leinwand bringt, findet sich in jeder Teeniekomödie - manchmal schlechter, sehr oft besser. Er will nicht so klappen, der Anschluss an die erfolgreiche Erstverfilmung der Jugendbuchserie von 2008. Damals vermittelte die Regisseurin, Pubertät sei das Normalste der Welt. Nun artet das Erwachsenwerden in einen Hormonkrieg aus, in dem Klischees gewinnen - beispielsweise wenn sich Kati und Markus darüber zoffen, wer als erster Schluss gemacht hat. Oder der Mathelehrer sich vor seinem ersten Gesangsauftritt im Klo einschließt und sich nur durch gutes Zureden seiner verhassten Schüler auf die Bühne wagt. Dann wünscht man den "Frechen Mädchen" im Stillen eines: In 97 Filmminuten schnell erwachsen zu werden.
 

Regine Warth

05.08.2010 - aktualisiert: 05.08.2010 11:21 Uhr

 


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