Stammheim. Der Lärm durch lose Deckel in der Freihofstraße verärgert manche Anwohner. Die SSB sucht Lösungen. Von Chris Lederer
Godong, godong, godong!" Irgendwann nervt"s. Sicher nicht beim ersten Mal, und vielleicht auch nicht beim zwanzigsten Mal. Wer aber zigtausend Mal einen klappernden Schachtdeckel vor der Haustüre scheppern hört, weil er nicht taub, sondern sensibel ist, dem geht das ständige "godong", "dudung", "kadong" sicher mächtig gegen den Strich. Da mag auch die Tatsache nicht trösten, dass nicht jedes der vorbeifahrenden Autos den Deckel erwischt, sondern - geschätzt - nur jedes dritte. Prima. "Kadong". Und genau so ergeht es "dudung" einigen Anwohnern, der "godong" Freihofstraße. Mindestens zwei Deckel - übrigens gar nicht mal so große, das heißt, man könnte sie beinahe übersehen, wenn man sie auch viel lieber überhören würde - also mindestens zwei der Deckel sind nicht schalldicht verlegt. "Dabei ist die Straße nagelneu gemacht worden", schimpft ein Anwohner, der sich bereits ans Bezirksamt, den Bürgerverein und die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) gewandt hat. Die Deckel sehen in der Tat nicht alt aus. Aber dass es sich bei ihnen um Murks handelt, hat sich mittlerweile schon bis zur SSB herumgesprochen. Dort hat man für die Anliegen der Geräuschgeplagten ein offenes Ohr: "Wir kennen das Problem und sind mit den Schächten nicht glücklich", erklärt SSB-Sprecherin Susanne Schupp auf Nachfrage der Nord-Rundschau. Derzeit werde geprüft, ob der Einbau der Deckel ordnungsgemäß erfolgt sei und was überhaupt genau die Ursache für das Geklapper ist. "Wir versuchen, gemeinsam mit der zuständigen Firma eine alternative Lösung zu finden", verspricht Schupp. Wie lange das dauern wird, vermag sie nicht genau zu sagen, wohl aber weiß sie, was sich unter den Deckeln verbirgt: Die Steuertechnik für die Stadtbahn-Signale. Die soll ja im Dezember dieses Jahres durch Stammheim fahren. Dann, so bleibt zu hoffen, möglichst ohne kadong, dudung oder godong. . .
23.04.2011 - aktualisiert: 23.04.2011 06:05 Uhr