Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 21.07.2011
Filmkritik
Brautalarm
Die bevorstehende Hochzeit ihrer besten Freundin Lillian konfrontiert die reichlich desillusionierte Annie mit einer großen Herausforderung. Denn obwohl sie zur ersten Brautjungfer auserwählt wurde, drängt sich die aus reichem Hause stammende Helen stets in den Vordergrund und droht alles an sich zu reißen. Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden liefern sich einen handfesten Zickenkrieg. Was zunächst wie die weibliche Antwort auf "Hangover" aussieht, erweist sich bereits nach kurzer Zeit als endlos geschwätziger Langweiler. Weder die vulgäre Sprache noch der Besuch auf dem Damenklo eines noblen Brautmodengeschäfts, auf dem sich die Brautjungfernschar des zuvor eingenommenen mexikanischen Essens über diverse Körperöffnungen entledigt, animiert zum Lachen. Obendrein zeugt das künstliche In-die-Länge-Ziehen kleiner Gags vom verfehlten Timing der Filmemacher.
Wolfram Hannemann
21.07.2011 - aktualisiert: 21.07.2011 10:30 Uhr