Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 28.07.2011
Filmkritik
Cars 2 - 3D
Lightning McQueen und sein etwas tolpatschiger, aber sehr liebenswerter Kumpel Hook kehren zurück auf die Leinwand. Fünf Jahre nach "Cars" brechen die beiden Autos zu neuen Abenteuern auf. Dieses Mal gilt es, den ersten World Grand Prix der Welt zu gewinnen. Paris, Rom und London sind die Austragungsorte des Rennens, bei dem McQueen gegen seinen Erzrivalen Francesco Bernoulli antreten muss. Doch das Rennen wird überschattet von kriminellen Machenschaften, deren Urheber es dingfest zu machen gilt. Mit Hilfe zweier Geheimagenten soll ausgerechnet Hook dem Bösen auf die Schliche kommen. Man nehme den aktuellen Öko-Gedanken und ein paar exotische Locations, und schon hat man "Cars" auf Teil zwei aufgeputscht! Wie sein Vorgänger ist auch der Fortsetzungsfilm technisch absolut brillant. Große und kleine, alte und neue, einfarbige und knallbunte Autos werden von den Pixar-Spezialisten zum Leben erweckt. Dass darüber die Geschichte etwas ins Hintertreffen gerät, ist traurig. Denn die ist ganz entgegen anderen Pixar-Filmen ("Wall-E", "Toy Story") weder mitreißend noch herzerwärmend. Hier fehlt einfach die Gefühlsebene. Was bleibt, ist ein maues Actionspektakel, das man nach dem Verlassen des Kinosaals auch gleich wieder vergessen hat.
Wolfram Hannemann
28.07.2011 - aktualisiert: 28.07.2011 09:46 Uhr